Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Beatrice Minda. Dark Whispers

Beatrice Minda. Dark Whispers

Text von Ko Ko Thett

Design: Hannah Feldmeier, Leipzig

Deutsch / Englisch

24 x 32 cm

Hardcover, Leinen bedruckt

144 Seiten

50 Abbildungen und 42 historische Abbildungen

€ 39,-

April 2021

 

ISBN 978-3-96070-51-7

Hartmann Books

 

 

Im Fokus der fotografischen Arbeit von Beatrice Minda
steht das private Interieur im Kontext historischer
Ereignisse. Im fernöstlichen Myanmar, das durch eine
rigide Militärdiktatur jahrzehntelang abgeschottet war,
fotografierte sie die ältesten, heute noch bewohnten
Häuser, die aus kolonial beeinflussten Lebenswelten zu
Beginn des 20. Jahrhunderts stammen. Sie spürte den
Lebensspuren der Bewohner und den Zeichen von
Veränderungen nach.


Der Bildband „Dark Whispers“ spiegelt die
ambivalenten Aspekte der Britischen Kolonialzeit und
ihrer Folgen wider. Im Zuge der Kolonialisierung kamen
viele Siedler, Händler, angeheuerte Arbeitskräfte und
Hasardeure aus dem riesigen Britischen Empire ins
Land. Auch wohlhabende Einheimische wagten ihre
Fortüne in neu erschlossenen Regionen, legten
Reisfelder und Kautschuk-Plantagen an oder stiegen in
den Teakholz-Handel ein. Die koloniale Ausbeutung
kurbelte Investitionen an, brachte auch Fortschritt und
Reichtum, wovon die noch erhaltenen Häuser zeugen.
Zahlreiche historische Bilder, erläuternde Legenden
sowie ein einfühlsamer Text des Burmesischen Lyrikers
Ko Ko Thett ergänzen Beatrice Mindas Fotografien, die
sich auf die Atmosphären verflossenen Lebens und die
Repräsentationsformen konzentrieren, in denen sich die
Bewohner einst zu verwirklichen suchten. Oft sind es
seit Jahrzehnten unberührte Gegenstände, die vom
Kosmos einer untergegangenen Welt zeugen. Doch
zwischen dem Damals und dem Heute klaffen auch
große Lücken. Eine unheimliche Leere beseelt diese
Räume. Dunkles Flüstern hallt durch sie hindurch – ein
Memento Mori, das an das viele Unausgesprochene in
der Burmesischen Geschichte erinnert.

 

Ausstellung:

Haus am Kleistpark Berlin

3. Juni - 8. August 2021

 

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