Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Gustav Mesmer. Ikarus vom Lautertal genannt

Gustav Mesmer. Ikarus vom Lautertal genannt

Text: Lucienne Peiry, Juliane Stiegele, Franz Xaver Ott

Gestaltung Stefan Hartmaier

Deutsch / Englisch

22 x 29 cm

Hardcover

450 Seiten

400 Abbildungen

€ 72,-, CHF 72,-

Dezember 2018

 

ISBN 978-3-906803-73-9

Edition Patrick Frey

 

 

Gustav Mesmer, der ‚Ikarus vom Lautertal“, wie ihn die
Leute nennen, wurde 1903 in Altshausen / Oberschwaben
geboren. Früh musste er die Schule verlassen und
auf Gutshöfen als Verdingbub arbeiten. ‚Wo die Schule
versagt, geht das ganze Leben einen Nebenweg“
schrieb er später darüber. Er bewarb sich in einem
Benediktinerkloster – ‚In Kloster Beuron hielt ich sechs
Jahre aus, bis alle Himmelsherrlichkeit zerfiel, krank wurde, halb Geistesgestört, wurde fortgewiesen, hinzugehen von wo ich gekommen.“ Zurück in seinem Geburtsort Altshausen stürmte er in die Kirche und erklärte, dass alles nur Schwindel wäre. Mit der Diagnose ‚langsam fortschreitende Schizophrenie“ wurde er in der Psychiatrischen Heilanstalt Bad Schussenried weggesperrt. Dort arbeitete er als Korbflechter und Buchbinder. 1932 stößt er in der Bibliothek auf einen Bericht vom Bau eines Flugfahrrades. Diese Idee lässt ihn Zeit seines Lebens nicht mehr los. Er baut Flugfahrräder, die mit Muskelkraft betrieben sich in die Lüfte
heben sollen. Auch Schwingenfluggeräte, Sprechmaschinen und Musikinstrumente gehören zu seinem Repertoire. Er fertigt unzählige Bilder, Zeichnungen, schreibt Gedichte und Texte. Sein Gesamtwerk ist ein schier unerschöpflicher Kosmos, der nun erstmals in seiner ganzen Fülle erscheint. Gustav Mesmer starb 1994 und gilt heute als herausragender Art-Brut-Künstler.


Ergänzt wird der zweisprachige Band durch Essays von Lucienne Peiry Juliane Stiegele und Franz Xaver Ott, sowie Fotografien von Franco Zehnder und Stefan Hartmaier.


Stefan Hartmaier, geboren 1960 in Apfelstetten auf der
Schwäbischen Alb, hatte schon als Junge Gelegenheit
Mesmers Flugfahrräder zu probieren. Während der Zeit
seines Studiums an der Akademie der schönen Künste
in Stuttgart entwickelte sich eine Freundschaft zu Gustav Mesmer und die ersten Ausstellungen entstanden. In dieser Zeit fotografierte Hartmaier eine Vielzahl von Bildern. Gemeinsam mit seinem seinem Freund Martin Mangold gründete er 1996 die Gustav Mesmer Stiftung, die sich bis heute um den Nachlass kümmert.

 

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