Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Was ist los im Februar?

Patrick Lambertz. Châlets of Switerzland

 

Der deutsche Fotograf Patrick Lambertz hat sich in einem Langzeitprojekt den Châlets in der Schweiz gewidmet. "Das Wort Châlet bezeichnete in seinem ursprünglichen Sinn nichts anderes als eine Baracke oder Hütte. Mit dieser Doppeldeutigkeit von Châlets im Hinterkopf habe ich mich einige Jahre lang auf die Suche nach geeigneten Fotoobjekten in der Winterzeit gemacht. Auf meinen Reisen durch eine von solchen Klischees oft beschönigte Schweiz stieß ich auf eine Art Paralleluniversum - die „Châlets" fernab der glamourösen Welt des idealisierten Bildes. Das war der Ausgangspunkt für diese Serie, eine tatsächliche Typologie der übersehenen Schweizer Häuser." Und diese zeigen charaktervoll ihr Gesicht wie auf einer Bühne.

 

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Klodin Erb. Orlando

 

Klodin Erbs Werkserie Orlando basiert auf der gleichnamigen Geschichte von Virginia Woolf, in der eine Person über 500 Jahre lebt und dabei das Geschlecht auf geheimnisvolle Art und Weise wechselt. Sie umfasst bis jetzt annähernd 200 gemalte Portraits in unterschiedlichsten Stilarten. Die meist kleinformatigen Bilder zeigen männliche und weibliche, sowie Portraits undefinierten Geschlechts. Dieser Bilder-Zyklus ist einerseits eine Studie der Portraitmalerei, die auch die Kunstgeschichte und deren verschiedenen Zeiten und Stile thematisiert und andererseits eine Untersuchung ihrer eigenen Identität als Malerin. Identität, Geschlecht und Rollenmodelle, Konstrukt Zeit, Altern und der Wunsch nach ewigem Leben/Jugend, Humanoids und künstliche Intelligenz, der letzte Mensch. Alles Themen, die in Form eines Performance-Abendessens diskutiert wurden. Diese Gespräche ziehen sich wie ein roter Faden durchs Buch.

 

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Hans-Christian Schink. Unter Wasser

 

Anders als sonst entführt uns Hans-Christian Schink diesmal in die Unterwasserwelt. Aber nicht in irgendwelche, sondern in Biotope in Deutschlands wasserreichstem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern: Seen, Gräben und sogenannte Sölle. Diese Gewässer entstanden zumeist am Ende der letzten Eiszeit und markieren damit den Beginn eben derjenigen Zivilisation, die Schink in seiner Fotografie so seziert. Bisher ist Hans-Christian Schink für seine perfekt austarierten, großformatig fotografierten Bilder bekannt, hier jedoch lässt er dem kontrollierten Zufall freien Lauf: Er konnte lediglich ahnen, was er fotografiert. Auf engstem Raum offenbart er uns unbekannte, fast archaisch anmutende Landschaften. Die Welten unter Wasser sind von den überirdischen nicht zu trennen, denn sie sind ebenfalls gezeichnet von Landwirtschaft und Klimawandel. Damit knüpft Schink an eines der Leitmotive in seinem Werk an, nämlich dem der sozial determinierten Topografien.

 

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Elisabeth Kübler. Sich die Freiheit nehmen

 

Es ist ein bewegtes Leben: Studium zur Lehrerin, Ausbildung als Schauspielerin, dann reist sie zehn Jahre mit ihrem Mann Jörn Kübler mit dem Circus Knie durch die Schweiz und übernimmt dann gemeinsam mit ihm die Leitung der renommierten Galerie Maeght in Zürich. Nach seinem Tod führt sie die Galerie alleine weiter und prägt mit ihrem Programm das internationale Kulturleben mit. Die Publikation beinhaltet Texte unterschiedlicher Autor*innen sowie mehrere Gespräche mit Elisabeth Kübler und ist bebildert mit einer Fülle von Fotografien und Dokumenten. Das Buch skizziert das faszinierende Leben einer Frau, die sich stets die Freiheit nahm, ihren Lebensweg ausserhalb von Konventionen zu gestalten.

 

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Anne Morgenstern. Macht Liebe

 

In diesem Buch der Fotografin Anne Morgenstern (*1976) geht es um Körperlichkeit. Mal ganz nah dran, so dass man erst auf dem zweiten Blick erkennt, was es ist, und mal brutal direkt. Gleichsam dem Blick der Fotografin, der so schonungslos wie zärtlich ist, nehmen die Figuren verschiedene Eigenschaften und Rollen an. Sie unterwandern jegliche Kategorisierung. Im bildnerischen Zusammenspiel von Form, Farbe und Materialität kombiniert Morgenstern Aufnahmen menschlicher Körper mit denen von Gegenständen, setzt sie so in Beziehung zueinander und gibt ihnen eine neue Bedeutung. Es ist ein Appell, mit einem neuen Blick auf uns und den anderen zu schauen.

 

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