Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Was ist los im Februar?

Gauri Gill. Fields of Sight

 

Es ist eine Zusammenarbeit der Fotografin Gauri Gill mit dem bekannten indischen WarliKünstler Rajesh Vangad. Begonnen wurde sie Anfang 2013 in der Küstenregion des indischen Bundesstaats Maharashtra. Als die Fotografin Gill ihre Kontaktbögen mit Landschaftsaufnahmen durchsah, bemerkte sie, dass wichtige Aspekte fehlten, aber in den großartigen mythologischen und experimentellen Geschichten, die ihr Vangad vorlas, sehr lebendig beschrieben waren. Die mit Vangads Zeichnungen überschriebenen Fotografien Gills rekonfigurieren den fotografischen Ort sowohl formal wie konzeptuell und eine weitere Ebene, mit nicht nur einer Wahrheit. Die Landschaften durch Vangads Augen zu sehen, erweckte in Gill das Bedürfnis, unsere heutige Wahrnehmung von dem, was unsere Augen einfangen und was ihnen möglicherweise auch entgeht, zu hinterfragen.

 

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Giuseppe Micciché. NO PONTE

 

Was passiert mit einer Region, in der seit Jahrzehnten ein großes Bauprojekt über den Köpfen schwebt? Der italienische Schweizer Fotograf Giuseppe Micciché ist dieser Frage nachgegangen. Seit 2006 dokumentiert er den Küstenstrich um Messina, der seit der Antike geografisch und geopolitisch große Bedeutung hatte. „Die Distanz zum italienischen Festland ist hier so gering, dass die Idee einer Brücke zwischen den Ufern Kalabriens und Siziliens die Köpfe der Bewohner seit Generationen obsessiv besetzt. Entstanden ist bei meinem Langzeitprojekt ein Porträt einer Region im Stillstand, im Zustand des gleichgültigen, frustrierten oder auch hoffnungsvollen Wartens. Es dokumentiert die Veränderung der (sub-) urbanen Küstenabschnitte, die zögerlichen Versuche einer Aufwertung und zeigt Menschen in ihrem Alltag, wie die Fischer, deren Verdienst aus der Schwertfischjagd schon lange nicht mehr zum Leben reicht. NO PONTE ist ein Essay darüber, wie die Absenz von etwas uns so stark beeinflusst wie dessen Präsenz es tun würde.“ Giuseppe Micciché

 

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Rogers Brubaker. Trans. Gender und Race in einer Zeit unsicherer Identitäten

 

Im Sommer 2015, kurz nachdem sich Caitlyn Jenner zu ihrer Identität als Transgender bekannt hatte, wurde Rachel Dolezal, Präsidentin einer Ortsgruppe der National Association for the Advancement of Colored People (NAACP) durch ihre Eltern als weiss ‚geoutet‘. In der Folge entbrannte in den Medien eine hitzige Debatte über die Fluidität von gender und race. Wenn Jenner sich rechtmässig als Frau identifizieren konnte, konnte sich Dolezal nicht ebenso als schwarz identifizieren? In einer Zeit, in der gender und race neu definiert und rekonstruiert werden, erkundet dieses Buch fruchtbare neue Wege, um über Identität nachzudenken.

 

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Matthias Groebel. The Image-Sweep. Paintings 1989-2001

 

Das künstlerische Schaffen von Matthias Groebel (*1958) ist mehr als ungewöhnlich: Ende der 1980er Jahre streifte er über die Elektromüllhalden des Münsterlands, nach Scheibenwischer- und Fotokopierer-Motoren suchend, nach Fahrradketten und anderen Teilen, um daraus eine eigene dreiachsige Malmaschine zu bauen, die nach seiner spezifischen Vorstellung malen können sollte. Zeitgleich schraubte Groebel an Parabolantennen herum, um die entferntesten Fernsehsignale einfangen zu können. Im folgenden Jahrzehnt verbrachte Groebel unzählige Nächte vor dem Fernseher, wieder suchend, diesmal aber nach dem geeigneten Standbild, das sich mithilfe seiner computergesteuerten Maschine malen lassen würde. Entstanden ist ein medienreflexiver Gemäldezyklus, der in dieser Publikation erstmals umfassend gezeigt wird, begleitet von zwei Essays.

 

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Pathé‘O

 

Pathé’O ist eine wahre Mode-Ikone. Der gebürtige Burkinabé beeinflusst seit über 30 Jahren die ästhetischen Standards wie auch die Erfahrung von Mode auf dem afrikanischen Kontinent und führte vor Kurzem auch zu einer Zusammenarbeit mit dem Modehaus Dior. Designer*innen aus allen Generationen sind inspiriert von seiner ausgeprägten Designästhetik, seinem progressiven Ansatz in Nachhaltigkeitsfragen sowie von seiner Gabe, kulturelles Engagement mit unternehmerischer Kreativität zu verbinden. Er weckte bei den Afrikaner*innen die Wertschätzung für einen einheimischen Modestil und eine lokale Industrie zu wecken, in dem er ausschließlich vor Ort produzierte Stoffe verwendet. Wie kein anderer bringt Pathé’O globale Modetrends mit der gesamten Palette afrikanischer Textilien und seinem Fachwissen zusammen und hält so das lokale Erbe lebendig und entwickelt es stetig weiter.

 

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