Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Was ist los im Januar?

Kathrin Linkersdorff. Fairies

 

Die zutiefst poetischen Bilder von Kathrin Linkersdorff sind von der japanischen Wabi-Sabi Philosophie inspiriert, die die Schönheit des Unvollkommenen und Vergänglichen betont. „Mich interessiert die Vergänglichkeit von Blumen als Metapher für den Kreislauf des Lebens. Meine fotografischen Porträts ergründen das Wesen und die verborgenen Strukturen eines jeden lebenden Organismus“, so die Fotografin.  Sie ist eine der vielversprechendsten fotografischen Entdeckungen der letzten Jahre in Deutschland. Entgegen aller Vermutungen ist das Wesen ihrer Arbeitsweise analog. Jedem Bild gehen ein langwieriges Trocknen und Bearbeiten der jeweiligen Pflanze voraus.

 

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Dan Mitchell. Posters Flyers

 

Diese erste Monografie von Dan Mitchell versammelt sämtliche Plakate und Flyer des britischen Künstlers. Auf ebenso subversive wie kritische und humorvolle Art und Weise entwirft Mitchell Plakate für eigene Ausstellungen, befreundete Kunstschaffende oder

auch als kritische Kommentare zum Alltagsgeschehen. Er stellt sich damit ausdrücklich in die Tradition dieses Mediums und nutzt es zugleich in seinen zeitgenössischen Ausprägungen, gedruckt in unterschiedlichen Größen oder in digitaler Form. Mitchells Verkündung »The Age of LOLZ is over. Long Live DEATH LOLZ« ist eine satirische Stellungnahme in einer ernsten Angelegenheit: Die Ära des »Laughing out loud« ist vorbei.

 

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Nicolas Frey. Monsters in Suits

 

Wo man hinschaut – Warzen, krankhaft wuchernde borstige Haarbüschel, starrende Zyklopenaugen, dann ein verschmitztes zahnloses Grinsen, riesige Augen mit Mehrfachpupillen. Dazwischen Details von Ärmeln, Manschetten- und Hemdknöpfen aus

Totenköpfen wie aus dem Versandkatalog des Grauens. Monsters in Suits präsentiert diesen ganzen Horror fein säuberlich in quasi-offiziellen Brustbildern. Dunkelblauer Kugelschreiber bannt die «verzerrten» Porträts von Grössen aus Politik und Wirtschaft auf das weiße Papier, ohne sie direkt darzustellen. Sie sind ready for business. für das große Geschäft mit dem Wohl der Welt. Hier zeigen sie ihre wahre Fratze.

 

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Jong Won Rhee. Solitudes of Human Places

 

„Diese unbeschönigten Darstellungen von Südkoreas einfachen Randgebieten blicken in die Tiefen menschlicher Einsamkeit. Sie verbildlichen das unbewusste Streben der Menschen, sich mit ihrer Einsamkeit abzufinden, schauen dem Mensch-Sein mit einer gefassten Gelassenheit ins Gesicht.“ Jong Won Rhee. Die Menschen in Jong Won Rhees Bildern sind meist abgewandt oder in sich selbst gekehrt. Die charakteristischen blauen Dächer, der blühende Mohn, die lauten Reklametafeln und Ladenschilder, die gebündelten Frühlingszwiebeln am Marktstand, die saftigen Felder wirken alle farbiger als die Menschen, welche uns in diesen zeitgenössischen Alltagsszenen begegnen.

 

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David Staretz. Odessa

Wien, wie es nie war, aber am Meer

 

Der österreichische Fotograf David Staretz bereist seit zwanzig Jahren regelmäßig die Schwarzmeerstadt Odessa. Ihm zur Seite seine russische Frau Viktoriya Sitochina, die ihm dank russischer Sprache und Herzlichkeit Zugänge und Bekanntschaften verschaffte, die einem Touristen wohl verborgen geblieben wären. Für ihn ist Odessa ein idealisiertes Wien, das es so nie gab, aber mit Steilküste und Meer. Die Odessiten lieben Tiere. Streunende Hunde bekommen im Winter Pullover. Und sie lieben ihre Stadt, deshalb lassen sie alles, wie es ist: grandios verfallen. Die Fotografien von Staretz zeigen Odessa als Stadt, wie sie aussieht und sich anfühlt: dürftig, witzig, verfallen, menschlich und auf eine gewisse Weise unschuldig.

 

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Jacqueline Burckhardt. La mia commedia dell’arte

 

Jacqueline Burckhardt geht die Kunst von vielen Seiten an: als Ex-Restauratorin, als Kunsthistorikerin, als Initiatorin des Performanceprogramms im Kunsthaus Zürich, als Mitherausgeberin der Kunstzeitschrift Parkett, als Kuratorin für ortsspezifische Kunst auf dem Novartis Campus oder als Dozentin an der Accademia di architettura in Mendrisio und als Direktorin der Sommerakademie im Zentrum Paul Klee in Bern. Zu ihren kulturpolitischen Engagements zählen neun Jahre Präsidentschaft der Eidgenössischen Kunstkommission. Sie hat also viel zu erzählen. In einem langen Gespräch mit dem Kunsthistoriker Juri Steiner gibt sie Einblick in ihr Leben mit der Kunst. Darüber hinaus enthält das Buch eine Auswahl ihrer Texte und Inserts in Text und Bild von Künstlern.

 

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Philipp Mueller. 120 bpm

 

120 bpm ist die durchschnittliche Anzahl «beats per minute» eines Clubtracks. Wie es dem Medium entspricht, versammelt auch das Buch 120 bpm dichte, nach vorn treibende Bildabfolgen jener Jahre des Aufbruchs, als Techno in der Schweiz zu einer der letzten grossen Jugendbewegungen wurde, welche das Nachtleben, die Clubs sowie die stetige Innovation elektronischer Tanzmusik bis heute prägen. Der Schweizer Fotograf Philipp Mueller dokumentierte diese frühe Phase des Techno Anfang der 1990er in unmittelbar-rohen Aufnahmen von den ersten Zürcher Street Parades, illegalen Raves, Partys – backstage in Clubs und in der Intimität des Privaten – für verschiedene Publikationen. In 120 bpm verschränken sich Muellers Aufnahmen mit faksimilierten Rave-Magazin- und Fanzine-Seiten und Erzählungen damaliger Protagonist*innen.

 

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