Was ist los im... ? Meike Gatermann
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ZEPHYR erhält den Nachlass von Horst H. Baumann

Das Team von ZEPHYR beim Sichten des Archivs

Der Nachlass von Horst H. Baumann geht an ZEPHYR, Raum für Fotografie, Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim


Die Tochter des deutschen Fotografen Horst H. Baumann, der 2019 verstarb, hat den gesamten bildnerischen Nachlass an ZEPHYR – Raum für Fotografie an den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim übergeben. Er umfasst ca. 3.500 Schwarz/Weiß-Fotografien, ca. 750 Farbabzüge, ungezählte Dias und zahlreiche Dokumente, Zeitschriften und Bücher. Thomas Schirmböck, Leiter von ZEPHYR, zeigt sich begeistert angesichts dieses Bildschatzes. „Dieses umfassende Konvolut gibt uns die Möglichkeit, einen in Vergessenheit geratenen, wirklich Großen der Fotografie wieder sichtbar zu machen und gleichzeitig Fotografien als zeitgeschichtliche Dokumente zu präsentieren.“


Horst H. Baumann, 1934 in Aachen geboren, zählte zu den Shooting-Stars seiner Generation – ein schon in jungen Jahren mehrfach ausgezeichneter, in den gedruckten Medien omnipräsenter, höchst erfolgreicher Fotograf, der wohl nur deshalb in Vergessenheit geraten ist, weil er sich in späteren Jahren nie um die Musealisierung seiner Arbeit gekümmert, sondern fast ausschließlich mit Laserkunst beschäftigt hat. Die frühe Schwarzweiß-Fotografie von Horst H. Baumann zeichnet ein hohes Maß an Empathie und sein ehrliches Interesse an sozialen Themen aus. Markant wird Baumanns Werk durch seine konsequente Suche nach einem eigenen Ausdruck in der Kamerakunst, nach einer Bildästhetik im Geist eines, wie man heute sagen würde, „subjektiven Dokumentarismus“. Noch aus dem vermeintlich banalsten Sujet wusste Baumann durch den gezielten Einsatz partieller Schärfe, durch kühne An- oder Ausschnitte, dynamische Perspektiven oder ein Spiel mit Vorder- und Hintergrund seine Art von Fotografie zu extrahieren. So überraschte und irritierte er immer wieder und wusste sich vom eher journalistischen Zugriff seiner Zeitgenossen abzusetzen. Hinzu kam sein frühes Interesse an der Farbe, die Baumann schnell als zusätzliche große künstlerische Herausforderung begriff, wofür er schon Mitte der 1960er Jahre internationale Anerkennung gewann. Ganz im Sinne von „New Color“ fotografierte Baumann nicht einfach farbig, er dachte die Farbe und nutzte sie als Stil- und Ausdrucksmittel. Am bekanntesten sind hier sicher seine Bilder aus der Formel 1 in den 1960er Jahren. Ganz neu zu entdecken gilt es seine freien Arbeiten, die seit den 1950er Jahren von Eleganz, Schönheit und Dynamik geprägt sind, die ihresgleichen suchen.


Horst H. Baumann hat ein einzigartiges, ganz und gar eigenständiges fotografisches Werk geschaffen, das nach der Übernahme des Nachlasses unter der Leitung von Thomas Schirmböck erschlossen wird. Dies als Grundlage für eine geplante Retrospektive an den Reiss-Engelhorn-Museen voraussichtlich im Ausstellungsjahr 2022.
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