Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Ein Architekt als Medienstratege. Otto Wagner und die Fotografie

Ein Architekt als Medienstratege. Otto Wagner und die Fotografie

Autor: Andreas Nierhaus
Design: Martha Stutteregger
Deutsch
Frz. Broschur mit Fadenheftung
21 x 21,5 cm

180 Seiten
178 Abbildungen
€ 19,90


ISBN 978-3-902993-90-8
FOTOHOF edition


Beiträge zur Geschichte der Fotografie in Österreich, Band 19
Hg. von Monika Faber für das Photoinstitut Bonartes, Wien und Walter Moser für die Fotosammlung der Albertina, Wien.

 

 

Ausstellung: Photoinstitut Bonartes, Wien 21.01. – 30.04.2020

 

Otto Wagner (1841–1918), einer der Pioniere der modernen Architektur, beschritt auch in seiner Kommunikation für einen radikalen Wandel im Bauen völlig neue Wege. Die Verwendung privater Aufnahmen, ungewöhnliche Perspektiven und Ausschnitte sowie ein untrügliches Gespür für die Wirkmächtigkeit des fotografischen Bildes kennzeichnen seinen zukunftsweisenden Umgang mit dem Medium. Wagner war sich der vielfältigen Möglichkeiten der Fotografie ebenso bewusst wie ihrer Vorzüge gegenüber Zeichnung und Modell, den etablierten Kommunikationsmitteln seiner Profession. Ausgehend von erst jüngst entdeckten Fotografien aus Otto Wagners Besitz wird in diesem Band der strategische Einsatz des Mediums in der Frühzeit der architektonischen Moderne analysiert.

 

Obwohl die Fotografie gegen Ende des 19. Jahrhunderts längst Teil des professionellen Alltags der Architekten war, wurde sie dennoch häufig nur als technisches Hilfsmittel verstanden. Otto Wagner (1841–1918) dagegen zählte zu den ersten Vertretern seines Fachs, die sich intensiv mit den eigenständigen Qualitäten und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Mediums beschäftigten und es zum festen Bestandteil ihrer professionellen Vermittlungsarbeit machten. Seit den 1890er-Jahren galt Wagner als prominentester und unermüdlicher Propagandist einer zu jener Zeit unerhört und für viele Zeitgenossen verstörend neuen Richtung in der Baukunst, die sich von den historischen Stilen abwandte und eine konsequent auf Funktion, Material und Konstruktion ausgerichtete, eben »moderne« Architektur anstrebte. Neben der Zeichnung avancierte die Fotografie für Wagner zum wichtigsten visuellen Medium, um seine künstlerischen Absichten und Ziele zu kommunizieren.

 

 

Presseinformation Otto Wagner.pdf
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