Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Olivier Mosset. Wheels

Olvier Mosset Wheels

Mit Texten von Gianni Jetzer, Olivier Mosset, Vincent Szarek, Elisabeth Wetterwald, Philip Ursprung

Englisch
20 x 27 cm
ca. 224 Siten
ca. 188 Abb.
Broschur

Mai 2018
€ 52,-


IISBN 978-3-906803-54-8
Edition Patrick Frey

 

 

Als der junge Maler Olivier Mosset in den späten
1960er-Jahren in Paris sein erstes Motorrad kaufte –
eine Harley Davidson aus Beständen der US-Armee –,
begründete er eine Subkultur mit, welche in Europa
noch gänzlich unbekannt war: den Motorradclub.
Mossets Atelier an der Rue de Lappe war sowohl
Entstehungsort radikaler Malerei – wie beispielsweise
konzeptuell reduzierter schwarzer Kreise auf weissem
Grund – als auch Treffpunkt und Werkstatt des ersten
Motorradclubs marxistischer Prägung. Man sympathisierte
mit der Studentenrevolte vom Mai ’68.


Das Buch WHEELS hält die Bedeutung von Motorrädern
und Autos in Leben und Werk von Olivier Mosset
fest; als Lebensgefühl, Fortbewegungsmittel und
schliesslich ab Mitte der 1990er-Jahre auch als skulpturales Readymade. Das Buch folgt der künstlerischen Laufbahn Mossets anhand des Wechselspiels von Vehikeln und Malerei; jedes von ihm eingesetzte Motorfahrzeug wird kurz beschrieben und biografisch eingeordnet. Ein Interview der Kritikerin Elisabeth Wetterwald mit Olivier Mosset und dem US-amerikanischen Künstler Vincent Szarek, der sein Handwerk beim Veredeln von Auto-Karosserien erlernt hat und wiederholt mit Mosset kooperierte, hat die Schnittstelle von Kunst und Motorrad zum Thema: Mossets Vehikel wurden sowohl im Museum als auch auf Motorradshows aus verschiedenen Perspektiven gezeigt.

 

Der Kunsthistoriker Philip Ursprung analysiert in seinem
Essay die Bedeutung von Technik, Kultur und Natur im
Werk von Mosset, der in seinem Leben stets westwärts
zog, vom Fusse des Jura über Paris nach New York und
schliesslich, 1996, per Motorrad nach Tucson, Arizona.


Olivier Mosset (geb. 1944 in Bern) ist einer der wichtigsten
Exponenten postmoderner, geometrischer
Malerei. 1965 zog er 21-jährig nach Paris, wo er einen
radikalen Neuanfang der Malerei mitverantwortete. Für
kurze Zeit war er Teil des Kollektivs BMPT (mit Daniel
Buren, Michel Parmentier und Niele Toroni), zerstritt
sich jedoch mit Buren, als er in einem Akt früher Appropriation dessen Streifenbilder kopierte. Ab 1977 lebte
Mosset in New York und beeinflusste eine jüngere
Generation von Künstlern wie etwa Sherrie Levine.

 

In Kürze finden Sie hier den Presstext.

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