Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Was ist los im März?

Vincent Kohlbecher. Its Flower Is Hard To Find

 

Polen – hier fand der Hamburger Fotograf Vincent Kohlbecher Motive, die ihn zurückversetzt haben, in seine Kindheit, in den katholischen Glauben, in die deutsche Geschichte. Über einen Zeitraum von vier Jahren fuhr er immer wieder dorthin, Danzig, Warschau, Krakau, Plaszow, Majdanek, Auschwitz. Seine Bilder sind wie Texte die aufmerksam gelesen werden wollen. Die Räume, die er mit seinen Bildern beschreibt, erschließen sich dem Betrachter erst im Zusammenspiel von Gesehenem, Assoziiertem und historischer Erinnerung. Kohlbecher gelingt ein analytischer und tiefenscharfer Blick auf dieses Land.

 

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Beatrice Minda. Dark Whispers

 

Im Fokus der fotografischen Arbeit von Beatrice Minda
steht das private Interieur im Kontext historischer
Ereignisse. Im fernöstlichen Myanmar, das durch eine
rigide Militärdiktatur jahrzehntelang abgeschottet war,
fotografierte sie die ältesten, heute noch bewohnten
Häuser, die aus kolonial beeinflussten Lebenswelten zu
Beginn des 20. Jahrhunderts stammen. Sie spürte den
Lebensspuren der Bewohner und den Zeichen von Veränderungen nach.

 

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Yana Wernicke und Jonas Feige. Zenker

 

Die beiden Berliner Fotografen Yana Wernicke (*1990) und Jonas Feige (*1988) verbinden in ihrer Arbeit künstlerische und dokumentarische Ansätze. So auch in diesem Buch, das den Spuren des Gärtners und Botanikers Georg August Zenker folgt, der 1889 Leiter der Forschungsstation Jaunde der deutschen Kolonie Kamerun wurde. Nach sechsjähriger Amtszeit wurde Zenker überraschend von seiner Position entlassen, er soll in Polygamie mit mehreren afrikanischen Frauen gelebt haben und aus diesen Beziehungen sollen auch Kinder hervorgegangen sein. Als Privatmann kehrte er mit seiner Familie (einer Frau aus Dahomé und fünf Kindern) zurück und errichtete den Bipindihof im kamerunischen Dschungel. Den Großteil seines Einkommens erwirtschaftete Zenker als Sammler zahlreicher Pflanzen- und Tierbelege sowie ethnologischer Objekte für deutsche Museen. 1922 starb er. Zenkers Nachfahren leben heute weit verteilt in Kamerun und Europa. Wernicke und Feige stöberten sie auf und porträtierten sie. Im Buch werden darüber hinaus Originalfotos und -dokumente gezeigt und Fotos von Zenkers gelieferten Objekte ans Naturkundemuseum Berlin.

 

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Keine Ostergrüsse mehr! Die geheime Gästekartei des Grand Hotel Waldhaus in Vulpera

 

»Keine Ostergrüsse mehr!« – so heißt es mitunter auf Karteikarten des Grand Hotels Waldhaus in Vulpera, denn nicht jeden Gast wollte man wiederhaben. Oder »Ekelhafter Nörgler aus Ungarn. Hat besonders wegen der Küche ständig etwas reklamiert.« Concierge und Rezeptionist ertrugen ungehobeltes Benehmen der illustren und zahlungskräftigen Gäste stoisch, notierten jedoch ihre Erfahrungen auf den Karteikarten. Gäste wurden diskret beobachtet, Telefonate belauscht, passendes und unpassendes Verhalten kommentiert.

In der Zwischenkriegszeit und vor allem während des Zweiten Weltkrieges war das Waldhaus ein Ort, an dem die Verwerfungen einer auseinanderfallenden Gesellschaft spürbar wurden. Wie veränderte sich der Ton der Angestellten gegenüber jüdischen Gästen? Wie begegnete man den hochrangigen Nationalsozialisten? Die Karteikarten sind auch ein Zeitdokument. Das Waldhaus brannte 1989 aufgrund einer bis heute ungeklärten Brandstiftung ab. Gerettet werden konnte u.a. die Gästekartei mit 20.000 Karten. Der Fotograf und Künstler Lois Hechenblaikner hat gemeinsam mit der Kulturwissenschaftlerin Andrea Kühbacher und Rolf Zollinger, dem letzten Direktor des Waldhauses, diesen Schatz gehoben.

 

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Anna Stüdeli. Primal

 

PRIMAL ist ein Bilderzyklus von über 1200 Werbeplakat-Nahaufnahmen der Künstlerin Anna Stüdeli. Das Künstlerbuch gibt Einblick in dieses Archiv und versammelt eine Auswahl von rund 120 dieser Fotografien. Stüdeli geht es um die Oberfläche westlicher Werbeästhetik, den Klischees sexueller Stereotypen oder der Sexualisierung von Essen. Die Makroaufnahmen der Künstlerin legen den Fokus auf Details, bilden in den Pixel-und Raster-Tiefen der Körperfalten und -wülste ein Spannungsfeld zwischen Ekel und Verlangen. PRIMAL sei eine «Hommage an die Lust», die eine breitere, ganzheitliche Vorstellung von Begehren artikulieren möchte.

 

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Andreas Dobler. ST. ELSEWHERE

 

Es ist das dritte Künstlerbuch des Schweizers Andreas Dobler und zeigt die Vielfalt seines künstlerischen Schaffens: visuelle Poesie, Malerei, Zeichnung, Collage und Objekte. Der Titel öffnet ein weites Feld von bildnerischen Behauptungen und Entrücktheiten.

 

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Peter Schreiner. The Black Triangle

 

Eine Dreiecksgeschichte, gesammelte Ansichten eines merkwürdigen Bedeutungsträgers, Häuser, Wände, Straßen, Türen, Autos, das Porträt einer Stadt oder die umständliche Dokumentation gegangener Wege. Wohin diese führten und wie sie beschritten wurden, verbleibt im Unklaren. Ob einer Spur folgend, suchend, forschend oder ziellos wandernd und zufällig findend, ob als (selbsternannter) Landvermesser gewissenhaft notierend oder als Sammler wahllos auflesend, am Ende sind es 360 Ansichten, die vom österreichischen Fotografen Peter Schreiner vorgelegt werden.

 

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