Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Was ist los im März?

Ausstellung

Marken:Zeichen. Das Grafische Atelier Stankowski + Duschek

Kunstbibliothek - Staatliche Museen zu Berlin 13.03. - 28.06.2020

 

Logo, Leitsystem, Corporate Identity – was heute selbstverständlich zum Image jeder Firma gehört, steckte Mitte des 20. Jahrhunderts noch in den Kinderschuhen. Bahnbrechend in der Entwicklung war das Stuttgarter Grafikatelier Stankowski + Duschek, das mehr als drei Jahrzehnte lang zu den führenden Büros für Kommunikationsdesign in Deutschland zählte. Berühmte Markenzeichen und Erscheinungsbilder gingen seit 1972 aus der Partnerschaft hervor, u.a. für die Deutsche Bank, Viessmann oder die Messe Frankfurt. Die konstruktive Ästhetik der Zeichensysteme lässt das Umfeld der konkreten Kunst erkennen, in dem sich Anton Stankowski (1906–1998) und Karl Duschek (1947–2011) zeitgleich bewegten. In der Ausstellung treten rund 300 Entwürfe und Drucksachen aus dem Bestand der Kunstbibliothek in Dialog mit Kunstwerken. Erstmals entsteht eine Übersicht über das umfangreiche Schaffen von Stankowski + Duschek.

 

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Ausstellung

Tüte? Na, Logo! Plastiktragetaschen der 1960er- bis 1980er-Jahre

Kunstbibliothek - Staatliche Museen zu Berlin 13.03. - 28.06.2020

 

Mit ihrem anstehenden Verbot aus Umweltschutzgründen ist die Plastiktü-te schon jetzt zum historischen Kultobjekt aufgestiegen. Die Kunstbibliothek nimmt dies zum Anlass, einen werbegrafischen Blick auf die Tüte zu werfen: Parallel zur Sonderausstellung „Marken:Zeichen. Das Grafische Atelier Stankowski + Duschek“ werden im Foyer der Kunstbibliothek am Kulturforum rund 40 Plastiktüten aus der Berliner Sammlung Sadecki gezeigt. Die Auswahl wirft ein Schlaglicht auf Tragetaschen, bei denen das Firmenlogo als grafisches Element einer farbenfroh-geometrischen Gestaltung dient.

 

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Mihai Barabancea. Falling on Shanks

 

Ein shank ist eine selbstgebastelte Waffe aus dem, was im Gefängnis zur Verfügung steht. Unbeabsichtigt dreizehnmal auf ein shank zu fallen ist eine poetisch-sarkastische Art zu sagen, dass man Opfer einer Messerstecherei wurde. „Dies endet nicht immer tödlich, aber ist immer schmerzhaft. Dennoch muss man weitermachen, sich den Gegebenheiten anpassen. Diese Schmerzresistenz und Anpassungsfähigkeit haben auch die Charaktere, die ich fotografiere – Roma, Bettler, Gauner, Underdogs, Lebenskünstler, Bettelmusiker, lichtscheue Geschöpfe in Rumänien und Moldawien“, so der rumänische Fotograf Mihai Barabancea. Er gibt den Menschen die Freiheit, sich selbst vor der Kamera darzustellen. Statt schön inszenierter Bilder sucht sein Blick das Unmittelbare und die Fotografien, die daraus entstehen, bestechen durch ihre erbarmungslose Rohheit und Schärfe.

 

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Roger Eberhard. Human Territoriality

 

In diesem Buch des Schweizer Fotografen Roger Eberhard geht es um ehemalige Grenzgebiete rund um den Globus und quer durch die Menschheitsgeschichte. Manche Grenzverläufe verschoben sich aufgrund des klimatischen Wandels oder landschaftlicher Eingriffe nur um einige hundert Meter, andere verschwanden, weil die Großreiche auf beiden Seiten niedergegangen waren. In einer Zeit von Massenmigration, Grenzmauern und erstarkendem Nationalismus zeigen sie die Wechselhaftigkeit dieser menschgemachten Gebietsmarkierungen.

 

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huber. huber. Widersprüchliche Bewegungsreize

 

Das Künstlerbuch zeigt Fotografien der letzten 10 Jahre von huber. huber. Die Zwillinge Markus und Reto Huber arbeiten seit ihrem Abschluss unter diesem Namen. Die Bildleser werden in einen wunderbar wuchernden Bilderkosmos entführt. Zu Doppelseiten komponiert bilden sie auf- und abtauchende, längere und kürzere Sequenzen, in den sich weitere Arbeiten in anderen Techniken verweben. Der schillernde Bilderteppich löst durchaus widersprüchliche Bewegungsreize aus und führt im Extremfall zu den gleichen Symptomen wie bei Reisekrankheit. Kurze Texteinträge, die zwischen lapidaren Beschreibungen und assoziativen Sinneseindrücken oszillieren, bilden einen Schlüssel zu manchen Bildern oder Werkgruppen und fungieren gleichzeitig als wohltuende Pausen. Das Künstlerbuch geht weit über die reine Reproduktion von Werken hinaus und reflektiert einmal mehr gekonnt die künstlerische Praxis von huber.huber in der speziellen Form des Buchmediums.

 

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Mine Dal. Everybody’s Atatürk

 

Die in der Schweiz lebende und in Istanbul geborene Fotografin Mine Dal bereiste für dieses Langzeitprojekt weite Teile der Türkei und hielt die vielfältige Präsenz des Republikgründers Mustafa Kemal Atatürk (1881–1938) fest. Entstanden ist daraus ein facettenreiches Abbild

der türkischen Gesellschaft. In nahezu allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens begegnet man noch heute der Symbolfigur Atatürk: beim Schneider, Metzger oder Gemüsehändler, im Restaurant oder in der Schule, beim Coiffeur und im Schuhladen, beinahe überall im öffentlichen Raum. Auch 80 Jahre nach seinem Tod ist die Verehrung flächendeckend. Entstanden ist darüber hinaus eine visuelle Reise durch den gegenwärtigen türkischen Alltag.

 

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