Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Was ist los im März?

Hans-Christian Schink. Unter Wasser

 

Anders als sonst entführt uns Hans-Christian Schink diesmal in die Unterwasserwelt. Aber nicht in irgendwelche, sondern in Biotope in Deutschlands wasserreichstem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern: Seen, Gräben und sogenannte Sölle. Diese Gewässer entstanden zumeist am Ende der letzten Eiszeit und markieren damit den Beginn eben derjenigen Zivilisation, die Schink in seiner Fotografie so seziert. Bisher ist Hans-Christian Schink für seine perfekt austarierten, großformatig fotografierten Bilder bekannt, hier jedoch lässt er dem kontrollierten Zufall freien Lauf: Er konnte lediglich ahnen, was er fotografiert. Auf engstem Raum offenbart er uns unbekannte, fast archaisch anmutende Landschaften. Die Welten unter Wasser sind von den überirdischen nicht zu trennen, denn sie sind ebenfalls gezeichnet von Landwirtschaft und Klimawandel. Damit knüpft Schink an eines der Leitmotive in seinem Werk an, nämlich dem der sozial determinierten Topografien.

 

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Dan Mitchell. Posters Flyers

 

Diese erste Monografie von Dan Mitchell versammelt sämtliche Plakate und Flyer des britischen Künstlers. Auf ebenso subversive wie kritische und humorvolle Art und Weise entwirft Mitchell Plakate für eigene Ausstellungen, befreundete Kunstschaffende oder

auch als kritische Kommentare zum Alltagsgeschehen. Er stellt sich damit ausdrücklich in die Tradition dieses Mediums und nutzt es zugleich in seinen zeitgenössischen Ausprägungen, gedruckt in unterschiedlichen Größen oder in digitaler Form. Mitchells Verkündung »The Age of LOLZ is over. Long Live DEATH LOLZ« ist eine satirische Stellungnahme in einer ernsten Angelegenheit: Die Ära des »Laughing out loud« ist vorbei.

 

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Klodin Erb. Orlando

 

Klodin Erbs Werkserie Orlando basiert auf der gleichnamigen Geschichte von Virginia Woolf, in der eine Person über 500 Jahre lebt und dabei das Geschlecht auf geheimnisvolle Art und Weise wechselt. Sie umfasst bis jetzt annähernd 200 gemalte Portraits in unterschiedlichsten Stilarten. Die meist kleinformatigen Bilder zeigen männliche und weibliche, sowie Portraits undefinierten Geschlechts. Dieser Bilder-Zyklus ist einerseits eine Studie der Portraitmalerei, die auch die Kunstgeschichte und deren verschiedenen Zeiten und Stile thematisiert und andererseits eine Untersuchung ihrer eigenen Identität als Malerin. Identität, Geschlecht und Rollenmodelle, Konstrukt Zeit, Altern und der Wunsch nach ewigem Leben/Jugend, Humanoids und künstliche Intelligenz, der letzte Mensch. Alles Themen, die in Form eines Performance-Abendessens diskutiert wurden. Diese Gespräche ziehen sich wie ein roter Faden durchs Buch.

 

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