Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Was ist los im Mai?

Olivier Degorce. Fridge Food Soul

 

Der französische Fotograf und Musiker Olivier Degorce war in den 1990er-Jahren gleichermaßen Akteur und Zeuge des Entstehens der elektronischen Musikszene und hat als einer der Ersten regelmäßig die Raves in Paris fotografiert. Neben der Pariser Underground-Kultur galt sein Interesse auch dem Inhalt von Kühlschränken. Sein Augenmerk gilt der Art und Weise, wie Lebensmittel und andere Dinge darin aufbewahrt und angeordnet werden, den sich im Lauf der Jahre verändernden Verpackungen. Ihn faszinieren die unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten, Haltbarkeitsdaten, Farben, Gerüche. Degorce fotografiert die Kühlschränke spontan, wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet, und entwirft so Porträts individueller Alltagsgewohnheiten in zeitgenössische Stillleben.

 

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Luciano Rigolini. AS 15-16

 

Die Fotostrecken sind Teile aus Bilderserien der NASA-Archive, welche von Astronauten zwecks wissenschaftlicher Untersuchungen während der Mondlandungs-Missionen Apollo 15 und Apollo 16 gemacht wurden. Durch den minimalistischen und konzeptionellen Zugang von Luciano Rigolini erlangen die Bilder eine überraschende ästhetische Dimension. In AS 15-16 finden sich sowohl Verweise auf die künstlerische Avantgarde, Land Art als auch auf Minimal Music, die ebenfalls mit seriellen Mustern und detailreichen Variationen arbeitet.

 

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Alex Haniman. trapped

 

Diese Fotos sind Zufallstreffer, aufgenommen durch einen mechanischen Auslöser. Ursprünglich für die Wissenschaft gedacht, dann von Alex Hanimann entdeckt und auf ihr künstlerisches Potenzial untersucht. Anders als den Wildhüter interessieren den Künstler aber auch die Stimmungen in den grüngrauen Welten und diejenigen Momente, in denen die Kamera versagt hat, indem sie nur noch einen flüchtigen Hinterlauf erfassen konnte. Fragmente sind ebenso spannend wie die gelungene Totale.

 

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Olivier Mosset. Wheels

 

Als der junge Maler Olivier Mosset in den späten 1960er-Jahren in Paris sein erstes Motorrad kaufte – eine Harley Davidson aus Beständen der US-Armee –, begründete er eine Subkultur mit, welche in Europa noch gänzlich unbekannt war: den Motorradclub. Mossets Atelier an der Rue de Lappe war sowohl Entstehungsort radikaler Malerei – wie beispielsweise konzeptuell reduzierter schwarzer Kreise auf weißem Grund – als auch Treffpunkt und Werkstatt des ersten Motorradclubs marxistischer Prägung. Das Buch WHEELS hält die Bedeutung von Motorrädern und Autos in Leben und Werk von Olivier Mosset fest; als Lebensgefühl, Fortbewegungsmittel und schließlich ab Mitte der 1990er-Jahre auch als skulpturales Readymade. Interview und Texte beleuchten das Verhältnis von Kunst und Motorrad.

 

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