Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Mimi von Moos. Die Verwandte. Aus dem fotografischen Nachlass der Anne-Marie von Wolff

Mimi von Moos. Die Verwandte. Aus dem fotografischen Nachlass der Anne-Marie von Wolff

Mit Texten von Mimi von Moos und einem Essay von Tine Melzer

Gestaltung: Studio Krispin Heé, Jan Kiesswetter

Deutsch

18 x 26,5 cm

Hardcover

298 Seiten

184 s/w Abb., 11 Farbabb.

€ 58,- [D], CHF 58,-

November 2019

 

ISBN: 978-3-906803-91-3
Edition Patrick Frey

 

 

Anne-Marie von Wolff (1893–1974) aus Luzern führte schon früh das Leben einer Aussenseiterin. Epileptische Anfälle als Kind, Tuberkulose und der Vorwurf, durch diese Erkrankung den Tod einer Nichte verursacht zu haben, drängten sie immer weiter aus dem sozialen Leben, machten sie aber möglicherweise auch zu jener aufmerksamen Beobachterin, die sie war. Ihre Kamera gab ihr einen Platz in der Welt und im Familiengefüge. Still und etwas streng soll sie gewesen sein, doch ihre Aufnahmen des Alltags in Luzern, der Sommerfrische in Les Mayens de Sion oder auf Schloss
Mauensee beim Cousin, dem Journalisten und Schriftsteller Karl von Schumacher, zeugen von zärtlicher Zuwendung und überzeugen durch starke Kompositionen. Ihr künstlerisches Talent blieb zeitlebens unbeachtet. Das änderte sich, als die Urgrossnichte, Mimi von Moos zufällig bei ihrem Grossvater in einer Bananenschachtel einige ihrer Fotos entdeckte. Bis heute trugsie um die 1500 Schwarzweissaufnahmen aus den
30er- bis 50er-Jahren zusammen.


Mimi von Moos’ literarische Texte reflektieren und erzählen aus heutiger Sicht über die Betrachtung dieser Fotografien und ihrer Zeit und sie versuchen ein Bild der beinah unsichtbaren Fotografin zu zeichnen. Die Verwandte ist eine Auseinandersetzung mit den vielen Aspekten des Fotografischen anhand eines aussergewöhnlichen Fundes. Transkribierte Statements aus Gesprächen mit Familienangehörigen und ein Essay der Künstlerin und Sprachphilosophin Tine Melzer begleiten diese kritische Beschäftigung. Sie führen tiefer in die leuchtende Bilderwelt jener Verwandten, die sich immer ein wenig abseits im Schatten aufgehalten hat.


Mimi von Moos (*1969, Luzern) begann ihre schöpferische
Laufbahn zunächst als Schmuckdesignerin. Sie studierte freie Kunst an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel und ist seit 2011 als freischaffende Künstlerin tätig. Mimi von Moos lebt und arbeitet in Basel und Rotterdam.

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