Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Gauri Gill. Fields of Sight

Gauri Gill. Fields of Sight

Mit Texten von Gauri Gill and Rajesh Chaitya Vangad

Übersetzung: Ravi Kant and Amit Mahajan

Design: David Keshavjee (Maximage)
Englisch / Hindi
21 x 29 cm
Hardcover

ca. 340 Seiten

ca. 300 Abbildungen

€ 62,-

Oktober 2022

 

ISBN 978-3-907236-47-5

Edition Patrick Frey

 

 

 

Fields of Sight ging aus der einzigartigen Zusammenarbeit der Fotografin Gauri Gill mit dem bekannten Warli-Künstler Rajesh Vangad hervor. Begonnen wurde sie Anfang 2013 in Ganjad, Dahanu, einem AdivasiDorf in der Küstenregion des indischen Bundesstaats Maharashtra. Aus Gills ersten Erfahrungen mit der Landschaftsfotografie entwickelte sich in einer Art Symbiose eine neue visuelle Sprache. Bei der Durchsicht ihrer Kontaktbögen bemerkte sie, dass wichtige Aspekte fehlten, obwohl die Kamera die «chamäleonartige» Haut der Landschaft eingefangen hatte – Aspekte von etwas, was das Auge nicht wahrgenommen hatte, aber in den grossartigen mythologischen und experimentellen Geschichten, die ihr Vangad vorlas, sehr lebendig beschrieben war. Die mit Vangads Zeichnungen überschriebenen Fotografien Gills rekonfigurieren den fotografischen Ort sowohl formal wie konzeptuell, um neue Dokumente mit nicht nur einer Wahrheit und einem transaktiven Wissenssystem zu erhalten. Die Landschaften durch Vangads Augen zu sehen erweckte in Gill das Bedürfnis, unsere heutige Wahrnehmung von dem, was unsere Augen einfangen und was ihnen möglicherweise auch entgeht, zu hinterfragen. «Als würde man ein altes Haus fotografieren, aus dem im selben Moment ein Bewohner herauskommt und zu reden anfängt.»

 

Gauri Gill (*1970, Chandigarh, Indien) ist Fotografin mit Wohnsitz in Neu-Delhi. Mehrere laufende Projekte dokumentieren ihren stets aufrechterhaltenen Glauben an kollektives Arbeiten, «aktives Zuhören», an Fotografie als Erinnerungsarbeit. Gills Werk beschäftigt sich mit indischen Identitätsmerkmalen wie Kaste, Klasse und Gemeinschaft mit direkter Auswirkung auf Mobilität und Sozialverhalten. In ihrem Werk drückt sich Empathie, Staunen und ein grosses Verständnis für Überlebensstrategien aus. Gill hat sowohl in Indien wie auch im Ausland ausgestellt: auf der 58. Biennale in Venedig, im MoMA PS1, New York, auf der Documenta 14 in Athen und Kassel, auf der Kochi-Biennale 2016 und im Smithsonian Institution, Washington D.C. Ihre Arbeiten sind in den Sammlungen international bekannter Institutionen vertreten, und 2011 wurde ihr der Grange Award, Kanadas wichtigster Fotopreis, verliehen. 2012 erschien Gills Bildband Balika Mela in der Edition Patrick Frey.

 

Rajesh Vangad (*1975, Ganjad, Indien) vertritt den Malstil des Warli-Stammes. Er hat viel von seiner Mutter, Ladhki Devi, und später auch von Meistern wie Jivya Soma Mashe gelernt. Er kreierte bemerkenswerte Wandmalereien für das Kunstgewerbemuseum in NeuDelhi, das Tata Memorial Hospital in Mumbai und den T2 Terminal des Internationalen Flughafens von Mumbai. Vangad veröffentlichte drei Bücher: My Gandhi Story (Tulika Books), Kabir Saamagri (als Teil des KabirProjekts) und The Indian Crafts Journey sowie eine Landkarte von Maharashtra (Dastkaar Haal Samiti). Vangad hat in indischen und internationalen Galerien ausgestellt und gemeinsam mit der Fotografin Gauri Gill die Serie Fields of Sight erarbeitet, die weltweit gezeigt wurde, untere anderem auf der Documenta 14 in Kassel, auf der 7. Biennale in Moskau und der Triennale Prospect 4 in New Orleans.

In Kürze finden Sie hier den Pressetext.

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