Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

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Henry Rox Revue. Fotografie / photography 1935 - 1955

Annäherungen an ein Werk und eine biografische Skizze

Henry Rox Revue Fotografie / photography 1935-1955

Text Wolfgang Vollmer
Deutsch / Englisch
Grafische Gestaltung: Sarah Kluder, Wolfgang Vollmer
Hardcover
34 Seiten + 28 S. Beiheft
64 Farb- und SW-Abbildungen

€ 25,-

Oktober 2020


ISBN 978-3-902993-97-7
FOTOHOF edition

 

 

Die fotografische Bildwelt von Henry Rox (1899-1967) ist eine verrückte Revue mit hintergründigem Witz und launigem Charme. Sie spielt mit Verkleiden und Parodieren und lebt von einfachen wie gleichermaßen phantasievollen Arrangements und Inszenierungen, in denen er unterschiedlichste Rollen mit diversen Früchten und Gemüsen als Hauptdarsteller besetzt. Ein Obst-Stillleben nach alter flämischer Art ist das nicht. Die Früchte sind keine Stellvertreter einer bestimmten Aussage, aber sie sind ausgesucht nach Form und Größe und ergeben in ihrem Arrangement diese allzu normale Szene. Es ist etwas Verspieltes im Bild, in der Art des Aufbaus, in der ganzen Fotoarbeit. Die „Photo-Sculptures“ von Henry Rox sind eine kraftvolle Verlebendigung von Früchte-Szenarien. Man spürt in den Bildern eine nahezu kindliche Lust an der überraschenden Transformation, wenn beispielsweise aus einem Apfel mit wenigen Handgriffen ein menschlicher Kopf wird. Er kreiert eine Parallelwelt, die zugleich realistisch und fiktional ist, zugleich wiedererkennbar und Illusion – denn hier lebt und spricht der Apfel, die Banane ist in Bewegung und der Lauch singt.
Die vorliegende Publikation will den Fotografen und Erfinder der „Photo-Sculptures“ würdigen und seine Lebensgeschichte festhalten.


Henry Rox wird unter dem Namen Heinrich Rosenberg als dritter Sohn einer wohlhabenden jüdischen Kaufmannsfamilie 1899 in Berlin-Schöneberg geboren. Er studiert Kunstgeschichte und Bildhauerei an Berliner Akademien. Rosenberg emigriert 1934 mit seiner Frau Lotte und wenigen Habseligkeiten nach London. Dort zeichnet, modelliert und fotografiert er. Mit eigenwilligen Fotografien gelingt es ihm Kinderbücher zu entwickeln und zu veröffentlichen. Er nennt sich jetzt Henry Rox. 1938 emigriert er mit seiner Familie nach Amerika, hier kann er 1939 eine erst einmal zeitlich befristete Stelle als Lehrer für Bildhauerei annehmen und lebt fortan in South Hadley, einem kleinen Ort 150 Kilometer nordwestlich von Boston. Das Exil ist für Henry und Lotte Rox nicht einfach, das Einkommen gering, die Wertschätzung bleibt aus. 1967 stirbt Henry Rox in Amerika.

 

 

 

Presseinformation Henry Rox.pdf
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