Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Michael Müller. Deine Kunst

Neupräsentation der Sammlung Städtische Galerie Wolfsburg

Michael Müller Deine Kunst

Städtische Galerie Wolfsburg

 

08.02.-17.04.2019

ERSTE fASSUNG: 

DIE KRISE DER STÄDTISCHEN GALERIE WOLFSBURG:
Lösung oder Auflösung / DER LIQUIDATOR

18.05.-06.10.2019 zweite Fassung: The Art(ist) is Present / DER TOD DES AUTORS WIRD NICHT ZUGELASSEN

19. Oktober 2019 19.00 Uhr Eröffnung der dritten Fassung

 

 

Sammlungspräsentation in acht Akten

 

Die Städtische Galerie Wolfsburg zeigt eine ungewöhnliche mehrteilige Neupräsentation ihrer Sammlung. Der in Berlin lebende Künstler Michael Müller (*1970) wurde eingeladen, eine persönliche Auswahl aus den Beständen zu treffen und die Arbeiten neu zu zeigen. Er hat sich entschlossen, nicht nur eine Ausstellung zu kuratieren, sondern die Sammlung in acht aufeinanderfolgenden Fassungen und wechselnden Kontexten zu präsentieren und zu inszenieren. Die einzelnen Fassungen beziehen sich nicht nur unmittelbar auf die Werke der Sammlung, sondern befragen ganz grundsätzlich das Präsentieren von Kunstwerken. Der Eingangsbereich wird u.a. mit einem „Museumsshop“ bestückt, der im Laufe der Serie 500 (!) Bücher beherbergen soll, die eigens für die Ausstellung neu produziert werden.

  1. Akt  Der Vorhang fällt

Die Krise der Städtischen Galerie Wolfsburg: Lösung und Auflösung / Der Liquidator Februar – April 2019. Die Wände der Räume sind mit grauem Tuch bespannt; die Räume selbst bleiben seltsam leer; nur ein Echolot hallt im Treppenhaus, einsam, wie auf der Suche nach einem Sinn. In der ersten Fassung stehen zahllose Fragen im Raum. Steckt die Sammlung in einer „Krise“? Wann wird ein Ausstellungskontext zum Kunstwerk? Was wird gezeigt, wenn fast nichts gezeigt wird? Kurz: Fast alles wird auseinandergenommen. Neu zusammengesetzt wird es später.

  1. Akt  Hören statt Sehen

The Art(ist) is Present / Der Tod des Autors wird nicht zugelassen 18. Mai – 6. Oktober 2019. Auch hier bleibt die Ausstellung eigentümlich leer. An den Wänden sind kleine Titelschilder angebracht, die Informationen zu einzelnen Werken enthalten (pflichtschuldig, so wie immer). Name, Titel, Jahr, Maße, Materialien etc. sind nüchtern aufgelistet und in vielen Fällen um eine Nummer ergänzt, die dem Werk im begleitenden Audioguide gegeben wurde. Die Werke werden nicht gezeigt Der Audioguide steht im Zentrum der Präsentation. Durch ihn werden die Sammlungsbestände „zur Sprache“ gebracht. Die Ausstellung entsteht im Kopf. Wird der Ausstellungskontext zum Werk? Sehen wir alle die gleiche Ausstellung?

 

Der 3. Akt beginnt am 19. Oktober 2019. Wir sind gespannt.

 

Michael Müller befasst sich u.a. mit dem Problem der Autorschaft in der Kunst. Wer spricht in einer Ausstellung? Sind es die Werke selbst, die sprechen? Spricht der Kurator durch die Werke hindurch? Spricht ein Chor der beteiligten Künstler? Ein weiterer Schwerpunkt von Müllers vielfältiger Praxis liegt auf der experimentellen De- und Rekonstruktion der klassischen Ausstellungsformate (Einzelausstellung, kuratierte Gruppenausstellung, Ausstellungszyklus.)

Und hier geht es zum Künstlerprojekt und der Website "DEINE KUNST": www.deinekunst.art

 

 

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