Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Was ist los im Dezember?

Boris Blank / Dieter Meier. Oh Yeah – Yello 40

 

Vierzig Jahre sind verstrichen, seit sich Boris Blank, Dieter Meier und anfangs noch Carlos Perón – alias Yello – im schönen Zürich daran machten, mit Tonband, Schere und Witz ihr eigenes Kapitel Musikgeschichte zu schneidern. Der anhaltende Erfolg von Yello fundiert in der standhaften Weigerung, sich um die Regeln des Musikgeschäfts zu kümmern. Das Buch feiert die Zeit, in welcher sich der Klangmaler Blank und der Wortmagier Meier aufmachten, die Yello-Welt zu erschaffen. Für Oh Yeah – Yello 40 haben die beiden Lebenskünstler tief in ihren Souvernirschachteln gewühlt und ein Sammelsurium von Polaroids, Postern, Briefen, Fanzine-Reviews, Skizzen, Erinnerungsbildern vom Ausflug nach Kuba – und sogar die handgeschriebenen Noten zum Nachspielen von Bostich zutage gefördert. ist nicht bloss eine mosaikhafte Reportage aus einer Zeit, als wir alle noch jung waren. Es ist auch das Dokument eines von postpunkigem Übermut beseelten Zeitgeistes in einer Stadt, wo nur Narren vergessen hatten, dass es die Geburtsstätte des Dadaismus war.

 

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Patrick Lambertz. Châlets of Switerzland

 

Der deutsche Fotograf Patrick Lambertz hat sich in einem Langzeitprojekt den Châlets in der Schweiz gewidmet. "Das Wort Châlet bezeichnete in seinem ursprünglichen Sinn nichts anderes als eine Baracke oder Hütte. Mit dieser Doppeldeutigkeit von Châlets im Hinterkopf habe ich mich einige Jahre lang auf die Suche nach geeigneten Fotoobjekten in der Winterzeit gemacht. Auf meinen Reisen durch eine von solchen Klischees oft beschönigte Schweiz stieß ich auf eine Art Paralleluniversum - die „Châlets" fernab der glamourösen Welt des idealisierten Bildes. Das war der Ausgangspunkt für diese Serie, eine tatsächliche Typologie der übersehenen Schweizer Häuser." Und diese zeigen charaktervoll ihr Gesicht wie auf einer Bühne.

 

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Nicolas Frey. Monsters in Suits

 

Wo man hinschaut – Warzen, krankhaft wuchernde borstige Haarbüschel, starrende Zyklopenaugen, dann ein verschmitztes zahnloses Grinsen, riesige Augen mit Mehrfachpupillen. Dazwischen Details von Ärmeln, Manschetten- und Hemdknöpfen aus

Totenköpfen wie aus dem Versandkatalog des Grauens. Monsters in Suits präsentiert diesen ganzen Horror fein säuberlich in quasi-offiziellen Brustbildern. Dunkelblauer Kugelschreiber bannt die «verzerrten» Porträts von Grössen aus Politik und Wirtschaft auf das weiße Papier, ohne sie direkt darzustellen. Sie sind ready for business. für das große Geschäft mit dem Wohl der Welt. Hier zeigen sie ihre wahre Fratze.

 

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Elisabeth Kübler. Sich die Freiheit nehmen

 

Es ist ein bewegtes Leben: Studium zur Lehrerin, Ausbildung als Schauspielerin, dann reist sie zehn Jahre mit ihrem Mann Jörn Kübler mit dem Circus Knie durch die Schweiz und übernimmt dann gemeinsam mit ihm die Leitung der renommierten Galerie Maeght in Zürich. Nach seinem Tod führt sie die Galerie alleine weiter und prägt mit ihrem Programm das internationale Kulturleben mit. Die Publikation beinhaltet Texte unterschiedlicher Autor*innen sowie mehrere Gespräche mit Elisabeth Kübler und ist bebildert mit einer Fülle von Fotografien und Dokumenten. Das Buch skizziert das faszinierende Leben einer Frau, die sich stets die Freiheit nahm, ihren Lebensweg ausserhalb von Konventionen zu gestalten.

 

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Jong Won Rhee. Solitudes of Human Places

 

„Diese unbeschönigten Darstellungen von Südkoreas einfachen Randgebieten blicken in die Tiefen menschlicher Einsamkeit. Sie verbildlichen das unbewusste Streben der Menschen, sich mit ihrer Einsamkeit abzufinden, schauen dem Mensch-Sein mit einer gefassten Gelassenheit ins Gesicht.“ Jong Won Rhee. Die Menschen in Jong Won Rhees Bildern sind meist abgewandt oder in sich selbst gekehrt. Die charakteristischen blauen Dächer, der blühende Mohn, die lauten Reklametafeln und Ladenschilder, die gebündelten Frühlingszwiebeln am Marktstand, die saftigen Felder wirken alle farbiger als die Menschen, welche uns in diesen zeitgenössischen Alltagsszenen begegnen.

 

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Armando Alleyne. A Few of My Favorites

 

Es ist das erste Buch des New Yorker Künstlers Armando Alleyne. «Ich male nicht nur Jazzmusiker, sondern auch meine Familie und Ikonen wie Félix Trinidad, Sister Gertrude Morgan, Amadou Diallo und The Notorious B.I.G., der in einem Gemälde das Kreuz trägt und von Etta James als Engel begleitet wird. In einer Bildcollage von Biggie ist eine Tropicana-Saftverpackung dort platziert, wo sich ein Einstecktuch befände. Dasselbe mache ich bei Jazzpersönlichkeiten: Cornflakes- und Crackerschachteln vermitteln meine Überzeugung, dass Musik befestigend ist.» (Armando Alleyne) Die erstmals reproduzierten Werke werden von Schnappschüssen und Anekdoten des Künstlers begleitet, um verkauften und beschädigten Gemälden sowie Verstorbenen zu gedenken.

 

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Klodin Erb. Orlando

 

Klodin Erbs Werkserie Orlando basiert auf der gleichnamigen Geschichte von Virginia Woolf, in der eine Person über 500 Jahre lebt und dabei das Geschlecht auf geheimnisvolle Art und Weise wechselt. Sie umfasst bis jetzt annähernd 200 gemalte Portraits in unterschiedlichsten Stilarten. Die meist kleinformatigen Bilder zeigen männliche und weibliche, sowie Portraits undefinierten Geschlechts. Dieser Bilder-Zyklus ist einerseits eine Studie der Portraitmalerei, die auch die Kunstgeschichte und deren verschiedenen Zeiten und Stile thematisiert und andererseits eine Untersuchung ihrer eigenen Identität als Malerin. Identität, Geschlecht und Rollenmodelle, Konstrukt Zeit, Altern und der Wunsch nach ewigem Leben/Jugend, Humanoids und künstliche Intelligenz, der letzte Mensch. Alles Themen, die in Form eines Performance-Abendessens diskutiert wurden. Diese Gespräche ziehen sich wie ein roter Faden durchs Buch.

 

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