Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Was ist los im September?

Espen Eichhöfer. Papa, Gerd und der Nordmann

 

Was ist Heimat? Dieser und weiteren Fragen nach Identität, Herkunft und Nationalstolz geht der Ostkreuz-Fotograf Espen Eichhöfer nach. Er wurde im Osten Norwegens als Kind einer norwegischen Mutter und eines deutschen Vaters geboren. Kindheit und Jugend verbrachte er im Ruhrgebiet. Heute lebt und arbeitet er in Berlin. Die Bilder entstanden zwischen 2009 und 2019 in seiner norwegischen »Heimat«, die er von den regelmäßigen Ferienreisen, zunächst als Kind, später auch mit seiner eigenen Familie kennt. Die eigenen Verwandten, Freunde und entferntere Bekannte sind die Protagonisten, die dunklen Wintermonate, die endlose Helligkeit des Sommers, die Häuser und die weite Landschaft Ostnorwegens der Hintergrund seiner Bilder.

 

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Ausstellung:

Ulrich Wüst - Stadtbilder 1979 - 1985

Hartmann Projects, Galerienhaus Stuttgart

18.09. - 06.11.2021

16.11. - 18.12.2021

 

Ulrich Wüst ist einer der bekanntesten deutschen Fotokünstler. Seine Bilder wurden national und international in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Dies ist seine erste Einzelausstellung in Baden-Württemberg. Seit Ende der 1970er Jahren dokumentiert er den Zustand und die Entwicklung ostdeutscher Städte. Mit seinen Schwarz-Weiß Bildern, die wunderbar präzise das fragile Gleichgewicht zwischen vermeintlicher Objektivität und subjektiver Ironie halten, kommentierte er die Veränderung der Städte und den Verlust der gesellschaftlichen Vision zu DDR-Zeiten. Die »Stadtbilder«, die Ulrich Wüst von 1979 bis 1985 fotografierte, gelten als die wichtigste Werkgruppe seiner DDR-Jahre. Gezeigt werden ca. 70 Bilder, davon auch die 50 Bilder aus dem »Stadtbilder-Portfolio«, die ergänzt werden mit bisher noch nicht gezeigten Bildern aus dem umfangreichen Archiv.

 

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John Willheim. War of Whispers

Inside the CIA’s Secret War

 

Dieses Buch erzählt die außergewöhnliche Geschichte der Ereignisse im asiatischen Laos der 1960/1970er Jahre, die später als "der geheime Krieg der CIA" bekannt werden sollten. Er gilt bis heute als die größte geheime CIA-Operation aller Zeiten. Eine Guerilla-Armee von Angehörigen der laotischen Hmong-Volksgruppe kämpfte gegen die von den kommunistischen Nordvietnamesen unterstützten Pathet Lao. Während die Weltmedien über den Krieg im benachbarten Vietnam umfassend berichten konnten, war das bei dieser Geheimoperation unmöglich. Einzige Ausnahme: Die CIA selbst beauftragte den jungen amerikanischen Fotografen John Willheim, die kriegerischen Ereignisse in Laos umfassend zu dokumentieren. Das Ergebnis: tausende Fotografien und mehrere 16 mm Filme – alle streng geheim – bis jetzt, 50 Jahre nach dem Krieg. Dies ist das erste umfassende Fotobuch über den Geheimen Krieg, das jetzt erscheinen darf. 

 

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Dan Mitchell. Posters Flyers

 

Diese erste Monografie von Dan Mitchell versammelt sämtliche Plakate und Flyer des britischen Künstlers. Auf ebenso subversive wie kritische und humorvolle Art und Weise entwirft Mitchell Plakate für eigene Ausstellungen, befreundete Kunstschaffende oder

auch als kritische Kommentare zum Alltagsgeschehen. Er stellt sich damit ausdrücklich in die Tradition dieses Mediums und nutzt es zugleich in seinen zeitgenössischen Ausprägungen, gedruckt in unterschiedlichen Größen oder in digitaler Form. Mitchells Verkündung »The Age of LOLZ is over. Long Live DEATH LOLZ« ist eine satirische Stellungnahme in einer ernsten Angelegenheit: Die Ära des »Laughing out loud« ist vorbei.

 

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Armando Alleyne. A Few of My Favorites

 

Es ist das erste Buch des New Yorker Künstlers Armando Alleyne. «Ich male nicht nur Jazzmusiker, sondern auch meine Familie und Ikonen wie Félix Trinidad, Sister Gertrude Morgan, Amadou Diallo und The Notorious B.I.G., der in einem Gemälde das Kreuz trägt und von Etta James als Engel begleitet wird. In einer Bildcollage von Biggie ist eine Tropicana-Saftverpackung dort platziert, wo sich ein Einstecktuch befände. Dasselbe mache ich bei Jazzpersönlichkeiten: Cornflakes- und Crackerschachteln vermitteln meine Überzeugung, dass Musik befestigend ist.» (Armando Alleyne) Die erstmals reproduzierten Werke werden von Schnappschüssen und Anekdoten des Künstlers begleitet, um verkauften und beschädigten Gemälden sowie Verstorbenen zu gedenken.

 

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Mathis Gasser. Heroes and Ghosts

 

In jedem Bild steht eine Figur frontal im Zentrum, unheimlich still und manchmal bedrohlich. Die Figuren entstammen einer breiten Palette von Medien, die von populär bis esoterisch reicht: von High-Budget-Hollywood-Filmen, Pulp-Horror über Science-Fiction, Comics, japanischen Mangas bis hin zu Kunstwerken. Der schweizerisch-britische Künstler Mathis Gasser hat sie alle in Öl auf Leinwand gebannt. Er löst sie aus ihrem inhaltlichen und medialen Zusammenhang und doch entstammen sie unserem kollektiven Gedächtnis.

 

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Kathrin Linkersdorff. Fairies

 

Die zutiefst poetischen Bilder von Kathrin Linkersdorff sind von der japanischen Wabi-Sabi Philosophie inspiriert, die die Schönheit des Unvollkommenen und Vergänglichen betont. „Mich interessiert die Vergänglichkeit von Blumen als Metapher für den Kreislauf des Lebens. Meine fotografischen Porträts ergründen das Wesen und die verborgenen Strukturen eines jeden lebenden Organismus“, so die Fotografin.  Sie ist eine der vielversprechendsten fotografischen Entdeckungen der letzten Jahre in Deutschland. Entgegen aller Vermutungen ist das Wesen ihrer Arbeitsweise analog. Jedem Bild gehen ein langwieriges Trocknen und Bearbeiten der jeweiligen Pflanze voraus.

 

Ihre Arbeiten sind bis zum 25. September 2021 in der Galerie Springer Berlin zu sehen.

 

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Tatsuo Miyajima

Städtische Galerie 18.09.2021 - 12.03.2022

 

Ein Projekt zu 60 Jahre Druckwerkstatt im Schloss Wolfsburg

 

Es ist eine kleine Sensation, wenn die Ausstellung von Tatsuo Miyajima eröffnet wird: Zum zweiten Mal überhaupt realisiert der bedeutendste Bildhauer und Installationskünstler Japans eine Wandzeichnung. Mit einem Filzstift werden Zahlen an die Wand gemalt, in zufälliger Anordnung von 9 bis 1 – ohne 0. Sie wird ersetzt durch ein Leerzeichen. Das basiert auf dem Grundkonzept, dass jede Zahl ein Symbol des Lebens ist. Mit anderen Worten: „Diese unzähligen Zahlen sind eine Sammlung von unzähligen »Leben«. In dieser Ausstellung versuche ich, ein »Mandala« des Lebens zu schaffen, indem ich sie überall auf die Wand verteile“. Der japanische Künstler Tatsuo Miyajima (*1957) beschäftigt sich mit Zeit und Raum, die er als ein sich zyklisch wiederholendes und dabei stetig veränderndes Kontinuum versteht. Er drückt dies in seinen Arbeiten in Form von Zahlen aus, wobei er die Null vermeidet. Damit gibt es keinen Stillstand sondern stetige Veränderung. Neben dieser Wandarbeit werden Druckgrafiken und Arbeiten auf Papier gezeigt – es ist die erste Ausstellung dieser Art von Tatsuo Miyajima in Deutschland. Anlass ist das 60-jährige Jubiläum der Druckwerkstatt der Städtischen Galerie Wolfsburg.

 

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Elisabeth Kübler. Sich die Freiheit nehmen

 

Es ist ein bewegtes Leben: Studium zur Lehrerin, Ausbildung als Schauspielerin, dann reist sie zehn Jahre mit ihrem Mann Jörn Kübler mit dem Circus Knie durch die Schweiz und übernimmt dann gemeinsam mit ihm die Leitung der renommierten Galerie Maeght in Zürich. Nach seinem Tod führt sie die Galerie alleine weiter und prägt mit ihrem Programm das internationale Kulturleben mit. Die Publikation beinhaltet Texte unterschiedlicher Autor*innen sowie mehrere Gespräche mit Elisabeth Kübler und ist bebildert mit einer Fülle von Fotografien und Dokumenten. Das Buch skizziert das faszinierende Leben einer Frau, die sich stets die Freiheit nahm, ihren Lebensweg ausserhalb von Konventionen zu gestalten.

 

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Jörg Gläscher. Der Eid / the oath

 

„Ich schwöre, so beginnt in fast allen Staaten dieser Welt die Vereidigung Ihrer Staatsdiener. Der in Leipzig lebende Fotograf Jörg Gläscher hat sich fotografisch mit der Gewaltenteilung auseinandergesetzt und hat Protagonisten aus den Bereichen Politik, Justiz und Polizei in verschiedenen Ländern porträtiert. „Meine fotografische Recherche zielt nicht auf das dokumentarische Abbild des Einzelnen, sondern ich suche nach fragwürdigen Allgemeinheiten, Gesten, Blicken und Haltungen, die die Staatsdiener über Grenzen und Ideologien hinweg verbinden.“

 

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Francisco Sierra. Lunar Invasion

 

Der in Chile geborene und in der Schweiz lebende Künstler Francisco Sierra arbeitet lange an einem Bild. Von morgens früh bis tief in die Nacht hinein steht oder sitzt oder kauert er an der Leinwand, Tag für Tag. Dies zeugt von der Geduld des Künstlers, von seiner Beharrlichkeit – und von seinem tiefen Glauben an sein Sujet. Es sind prächtige Sonnenuntergänge, zierliche Teeservices, hypnotische Möbiusschleifen. Manche Bilder wirken phantastisch, andere banal – doch wohnt genau jenen der scheinbaren Banalität wegen Unheimlichkeit inne. Francisco Sierra beschäftigt sich mit den Fallstricken der zeitgenössischen fotografischen Reproduktion und dem transformativen Potenzial der Malerei, das surrealistische und konzeptuelle Ansätze beinhaltet. Gemein ist den Werken nebst deren technischen Meisterschaft der Humor, der das Oeuvre durchweht – manchmal grotesk, manchmal auch wohldosiert, nur als Spurenelement, homöopathisch.

 

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Yuki Jungesblut. Kirin Quest

 

Die Künstlerin Yuki Jungesblut ist von Berlin an das Ostchinesische Meer aufgebrochen, um das Fabelwesen Kirin zu suchen. Es ist ein Symbol für Frieden und Glück. Ihre Reise führt sie von Shanghai über die Südküste Koreas und die Schwefelquellen des Yangmingshan-Nationalparks im Norden von Taipeh bis zu den japanischen Inseln. Die Route ergibt sich dabei teils zufällig, teils vorherbestimmt. Der Mythos vom Kirin – halb Drache, halb Ochse, pferdehufig und feuerbekränzt – weist die Richtung. Jungesblut lädt uns ein auf ihre Expedition. Überall finden sich Zeichen, die auf das hybride Wesen hindeuten. Indem Jungesblut sie verfolgt, kommen wir von den Wolkenkratzern Shanghais zu den Felsen von Okinoerabu-jima und den Korallen Okinawas, von den Industrieruinen Taiwans in japanische Urwälder – über Straßen, durch Höhlen und Tunnel, durch die Luft und übers Meer. Wir geraten in ein Labyrinth aus falschen Fährten und sich verlaufenden Spuren. Das, was die Suche aufschiebt, die Abschweifung, das Abenteuer verleihen der Suche ihren poetischen Zauber. (Auszug aus dem Text von Björn Vedder)

 

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AUF FEBRUAR 2022 VERSCHOBEN

Pathé‘O

 

Pathé’O ist eine wahre Mode-Ikone. Der gebürtige Burkinabé beeinflusst seit über 30 Jahren die ästhetischen Standards wie auch die Erfahrung von Mode auf dem afrikanischen Kontinent und führte vor Kurzem auch zu einer Zusammenarbeit mit dem Modehaus Dior. Designer*innen aus allen Generationen sind inspiriert von seiner ausgeprägten Designästhetik, seinem progressiven Ansatz in Nachhaltigkeitsfragen sowie von seiner Gabe, kulturelles Engagement mit unternehmerischer Kreativität zu verbinden. Er weckte bei den Afrikaner*innen die Wertschätzung für einen einheimischen Modestil und eine lokale Industrie zu wecken, in dem er ausschließlich vor Ort produzierte Stoffe verwendet. Wie kein anderer bringt Pathé’O globale Modetrends mit der gesamten Palette afrikanischer Textilien und seinem Fachwissen zusammen und hält so das lokale Erbe lebendig und entwickelt es stetig weiter.

 

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