Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Was ist los im Oktober?

Francisco Sierra. Lunar Invasion

 

Der in Chile geborene und in der Schweiz lebende Künstler Francisco Sierra arbeitet lange an einem Bild. Von morgens früh bis tief in die Nacht hinein steht oder sitzt oder kauert er an der Leinwand, Tag für Tag. Dies zeugt von der Geduld des Künstlers, von seiner Beharrlichkeit – und von seinem tiefen Glauben an sein Sujet. Es sind prächtige Sonnenuntergänge, zierliche Teeservices, hypnotische Möbiusschleifen. Manche Bilder wirken phantastisch, andere banal – doch wohnt genau jenen der scheinbaren Banalität wegen Unheimlichkeit inne. Francisco Sierra beschäftigt sich mit den Fallstricken der zeitgenössischen fotografischen Reproduktion und dem transformativen Potenzial der Malerei, das surrealistische und konzeptuelle Ansätze beinhaltet. Gemein ist den Werken nebst deren technischen Meisterschaft der Humor, der das Oeuvre durchweht – manchmal grotesk, manchmal auch wohldosiert, nur als Spurenelement, homöopathisch.

 

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Dan Mitchell. Posters Flyers

 

Diese erste Monografie von Dan Mitchell versammelt sämtliche Plakate und Flyer des britischen Künstlers. Auf ebenso subversive wie kritische und humorvolle Art und Weise entwirft Mitchell Plakate für eigene Ausstellungen, befreundete Kunstschaffende oder

auch als kritische Kommentare zum Alltagsgeschehen. Er stellt sich damit ausdrücklich in die Tradition dieses Mediums und nutzt es zugleich in seinen zeitgenössischen Ausprägungen, gedruckt in unterschiedlichen Größen oder in digitaler Form. Mitchells Verkündung »The Age of LOLZ is over. Long Live DEATH LOLZ« ist eine satirische Stellungnahme in einer ernsten Angelegenheit: Die Ära des »Laughing out loud« ist vorbei.

 

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Armando Alleyne. A Few of My Favorites

 

Es ist das erste Buch des New Yorker Künstlers Armando Alleyne. «Ich male nicht nur Jazzmusiker, sondern auch meine Familie und Ikonen wie Félix Trinidad, Sister Gertrude Morgan, Amadou Diallo und The Notorious B.I.G., der in einem Gemälde das Kreuz trägt und von Etta James als Engel begleitet wird. In einer Bildcollage von Biggie ist eine Tropicana-Saftverpackung dort platziert, wo sich ein Einstecktuch befände. Dasselbe mache ich bei Jazzpersönlichkeiten: Cornflakes- und Crackerschachteln vermitteln meine Überzeugung, dass Musik befestigend ist.» (Armando Alleyne) Die erstmals reproduzierten Werke werden von Schnappschüssen und Anekdoten des Künstlers begleitet, um verkauften und beschädigten Gemälden sowie Verstorbenen zu gedenken.

 

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Taiyo Onorato & Nico Krebs. FUTURE MEMORIES

 

Wie stellen wir uns unsere Zukunft vor? Die beiden Fotografen Taiyo Onorato & Nico Krebs haben sich diesem Thema gewidmet. Unter dem Titel FUTURE MEMORIES befassen sie sich mit der Frage, wie sich unsere Vorstellung von Zukunft in den letzten Dekaden verändert hat, wie sich das auf die Empfindung der Gegenwart auswirkt und wie wir den kommenden Veränderungen gegenüberstehen. Die vor allem aus Archivmaterial neu geschaffenen Bilder zeigen, dass jede Imagination und Illustration der Zukunft immer eine Collage von Bildern aus der Vergangenheit sind. Ihre Bildwelt spielt mit SciFi-Referenzen und pendelt zwischen dem Optimismus der Kindheit der Autoren und der dystopisch gefärbten Gegenwart hin und her. Das Buch ist das erste einer FUTURE-Reihe.

 

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Michael Dressel. Los(t) Angeles

 

Michael Dressel, 1958 in Ost-Berlin geboren, schaut in seiner Wahlheimat Los Angeles hin, wo die meisten von uns wegschauen. Seine Kamera ist das offene Visier, mit dem er den Menschen auf den Straßen von Los Angeles begegnet, die wissen, dass er sie fotografiert und sich nicht daran stören. Jedes Porträt, jede Szene verrät viel über die Schicksale der Menschen und über die Stadt, in der sie leben, aber auch immer etwas über den Fotografen selbst, der mit einem schonungslosen aber emphatischen Blick die Bewohner seiner Stadt dokumentiert. Im harten Schwarzweiss seiner Bilder spiegelt sich die wahre Realität von Los Angeles wider, in der alle davon träumen, es zu schaffen und es nur wenigen gelingt… für viele Menschen in seinen Bildern bleibt dies wahrscheinlich ein Traum.

 

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Patrick Lambertz. Châlets of Switerzland

 

Der deutsche Fotograf Patrick Lambertz hat sich in einem Langzeitprojekt den Châlets in der Schweiz gewidmet. "Das Wort Châlet bezeichnete in seinem ursprünglichen Sinn nichts anderes als eine Baracke oder Hütte. Mit dieser Doppeldeutigkeit von Châlets im Hinterkopf habe ich mich einige Jahre lang auf die Suche nach geeigneten Fotoobjekten in der Winterzeit gemacht. Auf meinen Reisen durch eine von solchen Klischees oft beschönigte Schweiz stieß ich auf eine Art Paralleluniversum - die „Châlets" fernab der glamourösen Welt des idealisierten Bildes. Das war der Ausgangspunkt für diese Serie, eine tatsächliche Typologie der übersehenen Schweizer Häuser." Und diese zeigen charaktervoll ihr Gesicht wie auf einer Bühne.

 

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Nicolas Frey. Monsters in Suits

 

Wo man hinschaut – Warzen, krankhaft wuchernde borstige Haarbüschel, starrende Zyklopenaugen, dann ein verschmitztes zahnloses Grinsen, riesige Augen mit Mehrfachpupillen. Dazwischen Details von Ärmeln, Manschetten- und Hemdknöpfen aus

Totenköpfen wie aus dem Versandkatalog des Grauens. Monsters in Suits präsentiert diesen ganzen Horror fein säuberlich in quasi-offiziellen Brustbildern. Dunkelblauer Kugelschreiber bannt die «verzerrten» Porträts von Grössen aus Politik und Wirtschaft auf das weiße Papier, ohne sie direkt darzustellen. Sie sind ready for business. für das große Geschäft mit dem Wohl der Welt. Hier zeigen sie ihre wahre Fratze.

 

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