Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Was ist los im Oktober?

Kunstpreis der Stadt Wolfsburg 2020

„Junge Stadt sieht Junge Kunst“

 

Birgit Brenner. Promise Me

Städtische Galerie Wolfsburg

24. Oktober 2020 – 25. April 2021

 

Birgit Brenner (*1964 in Ulm) ist die diesjährige Preisträgerin des alle drei Jahre vergebenen Wolfsburger Kunstpreises Junge Stadt sieht Junge Kunst. Die in Berlin und Stuttgart lebende Künstlerin beschäftigt sich in ihren Installationen, Videos und Zeichnungen mit gesellschaftlichen und privaten Zuständen und den Niederungen des Alltags. Ihre gesellschaftskritischen Arbeiten kreisen um die Themen Ungerechtigkeit, Zwang, Scheitern, Glücksversprechen, Überwachung, Gewalt und Angst. Diese Universalthemen verdichtet sie in einfachen Bildern, um eine große Welt zu fassen zu bekommen.

 

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LEVY Galerie – eine Hamburger Kunstinstitution wird 50


Thomas Levy (*1947) war erst 23 Jahre alt, als er am 30. Oktober 1970 in Hamburg seine Galerie eröffnete. Er brannte für die Kunst, wollte KünstlerInnen seiner Generation ausstellen und vertreten, schwärmte für surreale Kunst. Unvergessen sind Ausstellungen wie die von Henry Moore 1980, von der heute noch eine Skulptur auf der Moorweide erzählt, oder die erste Meret Oppenheim-Schau 1978 parallel zu einer Präsentation von Daniel Spoerri. Er zeigte Andy Warhol, Man Ray, realisierte im Laufe der Jahre spektakuläre Pop Art-Ausstellungen wie »Mel Ramos. Supermann im Supermark«, um nur einige zu nennen, und war mit vielen seiner KünstlerInnen eng befreundet. Inzwischen sind 50 Jahre vergangen, die LEVY Galerie agiert seit langem erfolgreich im internationalen Kunstbetrieb.

 

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Dürer - Meisterwerke im Detail

 

JUBILÄUM: 550 Jahre Albrecht Dürer (*21. Mai 1471) in 2021

 

Nächstes Jahr wird ein Dürer-Jahr: Zum 550. Geburtstag des größten Meisters der deutschen Renaissance wird es zahlreiche Ausstellungen geben. Dürer war provokant, porträtierte sich selbstbewusst mal in Christus-Pose, mal vollkommen nackt; er war neugierig, erforschte die Zusammenhänge menschlicher Proportionen und wollte den Körper in Gänze verstehen; er war ein genialer Schöpfer, dessen Werke bis heute Rätsel aufgeben; nicht zuletzt war er ein visionäres Genie der Eigenvermarktung und schuf mit seinen Initialen das erste Logo der Geschichte. Kaum ein Künstler vor ihm hat scheinbar unwichtige Details so präzise, so wirklichkeitsgetreu ausgearbeitet: Pelz, Haare, Fell, Stoff, Körperteile sind minutiös dargestellt. Das Buch schaut auf alle Bereiche seines umfassenden Werkes, indem es seine herausragenden Gemälde, Zeichnungen und druckgrafischen Arbeiten in Nahaufnahme zeigt. Der Autor Till-Holger Borchert, Direktor der Brügger Museen, rückt Dürers Gesichter, Landschaften und Naturstudien, christliche Werke und Chiaroscuro-Arbeiten sowie antike und wissenschaftliche Bezüge in den Fokus. So nah ist man dem Meister noch nie gekommen.   

 

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Alfio Tommasini. Via Lactea

 

Es geht um Milch, den Kühen und den Bauern in Bergregionen. Gerade in den langen Wintermonaten, wenn Mensch und Tier in enger Symbiose unter einem Dach leben, besuchte der Schweizer Fotograf Alfio Tommasini vornehmlich Kleinbauern, aber auch Viehzüchter in den voralpinen und Bergregionen sowie größere Milch- und Besamungslaboratorien der Schweiz. Das Buch versammelt zwischen 2015 und 2019 entstandene tableauhafte Landschaftsfotografien sowie präzise und dennoch intime, den Bauern und ihren Nutztieren zugewandte Porträts von malerischer Qualität. Tommasinis Projekt unternimmt eine bildhafte Studie zum Verhältnis von Mensch, Tier und Topografie im Kontext einer sich rasant verändernden und zunehmend technisierten Land- und Milchwirtschaft.

 

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Shirin Azari. Stories of Little  and Big Blossoms

 

Es geht um Gefühle wie das des Fremdseins beim Umzug in ein neues Land oder den Schmerz, einen geliebten Menschen zu verlieren. Da ist zum Beispiel die kleine Elham aus dem Iran, die einmal mehr mit ihrer Familie an einem neuen Ort beginnen muss, und für die alles fremd ist in der neuen Stadt. In der Schule fühlt sie sich ausgegrenzt und unsicher, und es fällt ihr schwer, neue Freunde zu finden. Shirin Azari verarbeitet in Stories of Little and Big Blossoms ihre eigenen Kindheits- und Jugendjahre. 1996 floh sie über Nacht mit ihren Eltern und ihrem Bruder aus dem Iran nach Deutschland. Sie besuchte dort elf verschiedene Schulen und litt darunter, nie länger an einem festen Ort zu leben. Wie ein roter Faden zog sich das Gefühl der Unsicherheit und Rastlosigkeit durch Shirin Azaris Leben, bis sie damit begann, ihre Erkenntnisse in Geschichten für Kinder festzuhalten, illustriert mit zarten, poetischen Zeichnungen. Es ist eine Aufforderung zu Offenheit und Mut.

 

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