Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Was ist los im Oktober?

Kunstpreis der Stadt Wolfsburg 2020

„Junge Stadt sieht Junge Kunst“

 

Birgit Brenner. Promise Me

Städtische Galerie Wolfsburg

24. Oktober 2020 – 25. April 2021

 

Birgit Brenner (*1964 in Ulm) ist die diesjährige Preisträgerin des alle drei Jahre vergebenen Wolfsburger Kunstpreises Junge Stadt sieht Junge Kunst. Die in Berlin und Stuttgart lebende Künstlerin beschäftigt sich in ihren Installationen, Videos und Zeichnungen mit gesellschaftlichen und privaten Zuständen und den Niederungen des Alltags. Ihre gesellschaftskritischen Arbeiten kreisen um die Themen Ungerechtigkeit, Zwang, Scheitern, Glücksversprechen, Überwachung, Gewalt und Angst. Diese Universalthemen verdichtet sie in einfachen Bildern, um eine große Welt zu fassen zu bekommen.

 

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Henry Rox Revue. Fotografie / photography 1935 - 1955

Annäherungen an ein Werk und eine biografische Skizze

 

Die fotografische Bildwelt von Henry Rox (1899-1967) ist eine verrückte Revue mit hintergründigem Witz und launigem Charme. Sie spielt mit Verkleiden und Parodieren und lebt von einfachen wie gleichermaßen phantasievollen Arrangements und Inszenierungen, in denen Henry Rox unterschiedlichste Rollen mit diversen Früchten und Gemüsen als Hauptdarsteller besetzt. Diese „Photo-Sculptures“ sind eine kraftvolle Verlebendigung von Früchte-Szenarien. Man spürt in den Bildern eine nahezu kindliche Lust an der überraschenden Transformation, wenn beispielsweise aus einem Apfel mit wenigen Handgriffen ein menschlicher Kopf wird. Er kreiert eine Parallelwelt, die zugleich realistisch und fiktional ist, zugleich wiedererkennbar und Illusion – denn hier lebt und spricht der Apfel, die Banane ist in Bewegung und der Lauch singt. Dieses Buch würdigt den in Vergessenheit geratenen Künstler Henry Rox.

 

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Mihai Barabancea. Falling on Blades

 

Ein blade ist eine selbstgebastelte Waffe aus dem, was im Gefängnis zur Verfügung steht. Unbeabsichtigt dreizehnmal auf ein blade zu fallen ist eine poetisch-sarkastische Art zu sagen, dass man Opfer einer Messerstecherei wurde. „Dies endet nicht immer tödlich, aber ist immer schmerzhaft. Dennoch muss man weitermachen, sich den Gegebenheiten anpassen. Diese Schmerzresistenz und Anpassungsfähigkeit haben auch die Charaktere, die ich fotografiere – Roma, Bettler, Gauner, Underdogs, Lebenskünstler, Bettelmusiker, lichtscheue Geschöpfe in Rumänien und Moldawien“, so der rumänische Fotograf Mihai Barabancea. Er gibt den Menschen die Freiheit, sich selbst vor der Kamera darzustellen. Statt schön inszenierter Bilder sucht sein Blick das Unmittelbare und die Fotografien, die daraus entstehen, bestechen durch ihre erbarmungslose Rohheit und Schärfe.

 

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Dürer - Meisterwerke im Detail

 

JUBILÄUM: 550 Jahre Albrecht Dürer (*21. Mai 1471) in 2021

 

Nächstes Jahr wird ein Dürer-Jahr: Zum 550. Geburtstag des größten Meisters der deutschen Renaissance wird es zahlreiche Ausstellungen geben. Dürer war provokant, porträtierte sich selbstbewusst mal in Christus-Pose, mal vollkommen nackt; er war neugierig, erforschte die Zusammenhänge menschlicher Proportionen und wollte den Körper in Gänze verstehen; er war ein genialer Schöpfer, dessen Werke bis heute Rätsel aufgeben; nicht zuletzt war er ein visionäres Genie der Eigenvermarktung und schuf mit seinen Initialen das erste Logo der Geschichte. Kaum ein Künstler vor ihm hat scheinbar unwichtige Details so präzise, so wirklichkeitsgetreu ausgearbeitet: Pelz, Haare, Fell, Stoff, Körperteile sind minutiös dargestellt. Das Buch schaut auf alle Bereiche seines umfassenden Werkes, indem es seine herausragenden Gemälde, Zeichnungen und druckgrafischen Arbeiten in Nahaufnahme zeigt. Der Autor Till-Holger Borchert, Direktor der Brügger Museen, rückt Dürers Gesichter, Landschaften und Naturstudien, christliche Werke und Chiaroscuro-Arbeiten sowie antike und wissenschaftliche Bezüge in den Fokus. So nah ist man dem Meister noch nie gekommen.   

 

>>>zum Buch Verlag Bernd Detsch

Jörg Binz, Zeichner, Maler

 

Das Buch ist eine bewegende Hommage an das Werk des Schweizer Malers Jörg Binz (*1943). Es ist eine Auswahl aus einer Vielzahl von Gemälden, vor allem Porträts, und seinen geheim gehaltenen Skizzenbüchern. Es enthält Überraschendes, Bizarres, Erhabenes. Eingestreut sind literarische und biografische Texte, die einen Dialog mit den Bildern eröffnen und sich mit ihnen unterhalten.

 

>>> zum Buch Edition Patrick Frey

 

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