Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Was ist los im November?

Kathrin Linkersdorff. Fairies

 

Die zutiefst poetischen Bilder von Kathrin Linkersdorff sind von der japanischen Wabi-Sabi Philosophie inspiriert, die die Schönheit des Unvollkommenen und Vergänglichen betont. „Mich interessiert die Vergänglichkeit von Blumen als Metapher für den Kreislauf des Lebens. Meine fotografischen Porträts ergründen das Wesen und die verborgenen Strukturen eines jeden lebenden Organismus“, so die Fotografin.  Sie ist eine der vielversprechendsten fotografischen Entdeckungen der letzten Jahre in Deutschland. Entgegen aller Vermutungen ist das Wesen ihrer Arbeitsweise analog. Jedem Bild gehen ein langwieriges Trocknen und Bearbeiten der jeweiligen Pflanze voraus.

 

Ihre Arbeiten sind bis zum 25. September 2021 in der Galerie Springer Berlin zu sehen.

 

>>> zum Buch Hartmann Books

David Staretz. Odessa

Wien, wie es war, aber mit Meer

 

Der österreichische Fotograf David Staretz bereist seit zwanzig Jahren regelmäßig die Schwarzmeerstadt Odessa. Ihm zur Seite seine russische Frau Viktoriya, die ihm dank russischer Sprache und Herzlichkeit Zugänge und Bekanntschaften verschaffte, die einem

Touristen wohl verborgen geblieben wären. Für ihn ist Odessa ein idealisiertes Wien, das es so nie gab, aber mit Steilküste und Meer. Die Odessiten lieben Tiere. Streunende Hunde bekommen im Winter Pullover. Und sie lieben ihre Stadt, deshalb lassen sie alles, wie es ist: grandios verfallen. Die Fotografien von Staretz zeigen Odessa als Stadt, wie sie aussieht und sich anfühlt: dürftig, witzig, verfallen, menschlich und auf eine gewisse Weise

unschuldig.

 

>>> zum Buch FOTHOHOF edition

John Willheim. War of Whispers

Inside the CIA’s Secret War

 

Dieses Buch erzählt die außergewöhnliche Geschichte der Ereignisse im asiatischen Laos der 1960/1970er Jahre, die später als "der geheime Krieg der CIA" bekannt werden sollten. Er gilt bis heute als die größte geheime CIA-Operation aller Zeiten. Eine Guerilla-Armee von Angehörigen der laotischen Hmong-Volksgruppe kämpfte gegen die von den kommunistischen Nordvietnamesen unterstützten Pathet Lao. Während die Weltmedien über den Krieg im benachbarten Vietnam umfassend berichten konnten, war das bei dieser Geheimoperation unmöglich. Einzige Ausnahme: Die CIA selbst beauftragte den jungen amerikanischen Fotografen John Willheim, die kriegerischen Ereignisse in Laos umfassend zu dokumentieren. Das Ergebnis: tausende Fotografien und mehrere 16 mm Filme – alle streng geheim – bis jetzt, 50 Jahre nach dem Krieg. Dies ist das erste umfassende Fotobuch über den Geheimen Krieg, das jetzt erscheinen darf. 

 

>>> zum Buch Hartmann Books  

Elisabeth Kübler. Sich die Freiheit nehmen

 

Es ist ein bewegtes Leben: Studium zur Lehrerin, Ausbildung als Schauspielerin, dann reist sie zehn Jahre mit ihrem Mann Jörn Kübler mit dem Circus Knie durch die Schweiz und übernimmt dann gemeinsam mit ihm die Leitung der renommierten Galerie Maeght in Zürich. Nach seinem Tod führt sie die Galerie alleine weiter und prägt mit ihrem Programm das internationale Kulturleben mit. Die Publikation beinhaltet Texte unterschiedlicher Autor*innen sowie mehrere Gespräche mit Elisabeth Kübler und ist bebildert mit einer Fülle von Fotografien und Dokumenten. Das Buch skizziert das faszinierende Leben einer Frau, die sich stets die Freiheit nahm, ihren Lebensweg ausserhalb von Konventionen zu gestalten.

 

>>> zum Buch Edition Patrick Frey

Art & Language und Luis Camnitzer. Signature Piece
Städtische Galerie Wolfsburg 06.11.2021 – 27.02.2022


Zwei „Urgesteine“ der Konzeptkunst werden erstmals gemeinsam in einer musealen Ausstellung gezeigt: das englische Künstlerkollektiv Art & Language und Luis Camnitzer, der in New York City lebt. Beide haben sich einer politischen Konzeptkunst verschrieben. Auf Initiative des Editionsverlegers René Schmitt haben sie jeweils eine Flagge gestaltet. Diese Idee wurde vom Kunstfonds innerhalb der Initiative Neustart Kultur finanziell unterstützt. Die Flaggen werden jetzt mit mehreren weiteren Arbeiten der Künstler aus der Sammlung der Städtischen Galerie Wolfsburg präsentiert, darunter ein weiteres Gemeinschaftsprojekt, in dem beide die Signatur des anderen mit ihrer eigenen Signatur versehen. Das Projekt „Signature Piece“ markiert einen bisherigen Höhepunkt des Museums mit der Auseinandersetzung von Positionen der Konzeptkunst. Darüber hinaus haben beide Künstler in der Druckwerkstatt des Museums bereits Editionen produziert – ein schöner Bogen zum 60-jährigen Jubiläum der Druckwerkstatt.

 

>>> zur Ausstellung Städtische Galerie Wolfsburg

Jacqueline Burckhardt. La mia commedia dell’arte

 

Jacqueline Burckhardt geht die Kunst von vielen Seiten an: als Ex-Restauratorin, als Kunsthistorikerin, als Initiatorin des Performanceprogramms im Kunsthaus Zürich, als Mitherausgeberin der Kunstzeitschrift Parkett, als Kuratorin für ortsspezifische Kunst auf dem Novartis Campus oder als Dozentin an der Accademia di architettura in Mendrisio und als Direktorin der Sommerakademie im Zentrum Paul Klee in Bern. Zu ihren kulturpolitischen Engagements zählen neun Jahre Präsidentschaft der Eidgenössischen Kunstkommission. Sie hat also viel zu erzählen. In einem langen Gespräch mit dem Kunsthistoriker Juri Steiner gibt sie Einblick in ihr Leben mit der Kunst. Darüber hinaus enthält das Buch eine Auswahl ihrer Texte und Inserts in Text und Bild von Künstlern.

 

>>> zum Buch Edition Patrick Frey

Jong Won Rhee. Solitudes of Human Places

 

„Diese unbeschönigten Darstellungen von Südkoreas einfachen Randgebieten blicken in die Tiefen menschlicher Einsamkeit. Sie verbildlichen das unbewusste Streben der Menschen, sich mit ihrer Einsamkeit abzufinden, schauen dem Mensch-Sein mit einer gefassten Gelassenheit ins Gesicht.“ Jong Won Rhee. Die Menschen in Jong Won Rhees Bildern sind meist abgewandt oder in sich selbst gekehrt. Die charakteristischen blauen Dächer, der blühende Mohn, die lauten Reklametafeln und Ladenschilder, die gebündelten Frühlingszwiebeln am Marktstand, die saftigen Felder wirken alle farbiger als die Menschen, welche uns in diesen zeitgenössischen Alltagsszenen begegnen.

 

>>> zum Buch Edition Patrick Frey

Ulrich Wüst. Stadtbilder / Cityscapes 1979-1985

 

Mit seiner Teilnahme an der documenta 14 wurde Ulrich Wüst (*1949) auch international als wichtiger dokumentarisch-künstlerischer Fotograf Deutschlands bekannt. Seit den 1970er Jahren dokumentiert er den Zustand und die Entwicklung ostdeutscher Städte. Mit seinen Schwarz-Weiß-Bildern, die wunderbar präzise das fragile Gleichgewicht zwischen vermeintlicher Objektivität und subjektiver Ironie halten, kommentierte er die Veränderung der Städte und den Verlust der gesellschaftlichen Vision zu DDR-Zeiten. Die »Stadtbilder«, die Ulrich Wüst von 1979 bis 1985 fotografierte, gelten als die wichtigste Werkgruppe seiner DDR-Jahre. Sie wurden international ausgestellt und werden jetzt erstmals in diesem Buch umfassend abgebildet und kommentiert. Darüber hinaus gibt es weitere 20 Motive, die erst kürzlich von Ulrich Wüst zum ersten Mal abgezogen wurden. Als ausgebildeter Architekt und Stadtplaner zeigt er uns einen ganz unverwechselbaren Blick auf Häuser, Straßen, Plätze, Stadtränder und Randlagen.

>>> zum Buch Hartmann Books

Druckversion Druckversion | Sitemap
© KulturAgentur