Was ist los im... ? Meike Gatermann
Was ist los im... ?                                                                                                             Meike Gatermann

Was ist los im November?

Art & Language und Luis Camnitzer. Signature Piece
Städtische Galerie Wolfsburg 05.11.2021 – 27.02.2022


Zwei „Urgesteine“ der Konzeptkunst werden erstmals gemeinsam in einer musealen Ausstellung gezeigt: das englische Künstlerkollektiv Art & Language und Luis Camnitzer, der in New York City lebt. Beide haben sich einer politischen Konzeptkunst verschrieben. Auf Initiative des Editionsverlegers René Schmitt haben sie jeweils eine Flagge gestaltet. Diese Idee wurde vom Kunstfonds innerhalb der Initiative Neustart Kultur finanziell unterstützt. Die Flaggen werden jetzt mit mehreren weiteren Arbeiten der Künstler aus der Sammlung der Städtischen Galerie Wolfsburg präsentiert, darunter ein weiteres Gemeinschaftsprojekt, in dem beide die Signatur des anderen mit ihrer eigenen Signatur versehen. Das Projekt „Signature Piece“ markiert einen bisherigen Höhepunkt des Museums mit der Auseinandersetzung von Positionen der Konzeptkunst. Darüber hinaus haben beide Künstler in der Druckwerkstatt des Museums bereits Editionen produziert – ein schöner Bogen zum 60-jährigen Jubiläum der Druckwerkstatt.

 

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Michael Dressel. Los(t) Angeles

 

Michael Dressel, 1958 in Ost-Berlin geboren, schaut in seiner Wahlheimat Los Angeles hin, wo die meisten von uns wegschauen. Seine Kamera ist das offene Visier, mit dem er den Menschen auf den Straßen von Los Angeles begegnet, die wissen, dass er sie fotografiert und sich nicht daran stören. Jedes Porträt, jede Szene verrät viel über die Schicksale der Menschen und über die Stadt, in der sie leben, aber auch immer etwas über den Fotografen selbst, der mit einem schonungslosen aber emphatischen Blick die Bewohner seiner Stadt dokumentiert. Im harten Schwarzweiss seiner Bilder spiegelt sich die wahre Realität von Los Angeles wider, in der alle davon träumen, es zu schaffen und es nur wenigen gelingt… für viele Menschen in seinen Bildern bleibt dies wahrscheinlich ein Traum.

 

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Taiyo Onorato & Nico Krebs. FUTURE MEMORIES

 

Wie stellen wir uns unsere Zukunft vor? Die beiden Fotografen Taiyo Onorato & Nico Krebs haben sich diesem Thema gewidmet. Unter dem Titel FUTURE MEMORIES befassen sie sich mit der Frage, wie sich unsere Vorstellung von Zukunft in den letzten Dekaden verändert hat, wie sich das auf die Empfindung der Gegenwart auswirkt und wie wir den kommenden Veränderungen gegenüberstehen. Die vor allem aus Archivmaterial neu geschaffenen Bilder zeigen, dass jede Imagination und Illustration der Zukunft immer eine Collage von Bildern aus der Vergangenheit sind. Ihre Bildwelt spielt mit SciFi-Referenzen und pendelt zwischen dem Optimismus der Kindheit der Autoren und der dystopisch gefärbten Gegenwart hin und her. Das Buch ist das erste einer FUTURE-Reihe.

 

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Wolfgang Zurborn. Play Time

 

Mit seinen Fotografien einer Freizeit- und Medienkultur entführt uns Wolfgang Zurborn in eine eigenwillige, skurrile Bilderwelt, in der Szenen und Objekte des alltäglichen Lebens scheinbar aus dem Lot geraten sind. Er fragmentiert Bildinhalte, versucht mit radikalen Ausschnitten, überraschenden Kompositionen und ungewöhnlichen Perspektiven mit herkömmlichen Bildinhalten zu brechen. Er bietet uns eine Art Alltagssurrealismus. Für Zurborn ist der Filmemacher Jacques Tati eine große Quelle der Inspiration. Ihm hat er das Buch gewidmet und Zitate von oder über ihn seinen Bildern gegenübergestellt.

 

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Ulrich Wüst. Stadtbilder / Cityscapes 1979-1985

 

Mit seiner Teilnahme an der documenta 14 wurde Ulrich Wüst (*1949) auch international als wichtiger dokumentarisch-künstlerischer Fotograf Deutschlands bekannt. Seit den 1970er Jahren dokumentiert er den Zustand und die Entwicklung ostdeutscher Städte. Mit seinen Schwarz-Weiß-Bildern, die wunderbar präzise das fragile Gleichgewicht zwischen vermeintlicher Objektivität und subjektiver Ironie halten, kommentierte er die Veränderung der Städte und den Verlust der gesellschaftlichen Vision zu DDR-Zeiten. Die »Stadtbilder«, die Ulrich Wüst von 1979 bis 1985 fotografierte, gelten als die wichtigste Werkgruppe seiner DDR-Jahre. Sie wurden international ausgestellt und werden jetzt erstmals in diesem Buch umfassend abgebildet und kommentiert. Darüber hinaus gibt es weitere 20 Motive, die erst kürzlich von Ulrich Wüst zum ersten Mal abgezogen wurden. Als ausgebildeter Architekt und Stadtplaner zeigt er uns einen ganz unverwechselbaren Blick auf Häuser, Straßen, Plätze, Stadtränder und Randlagen.

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